Israel "Islamischer Staat" reklamiert Raketenangriff auf Badeort Eilat für sich

Der "Islamische Staat" nimmt Israel ins Visier: Die Terrormiliz hat nach eigenen Angaben Raketen auf die Stadt Eilat abgeschossen. Ein Abfangsystem zerstörte die Geschosse.
Der südisraelische Badeort Eilat

Der südisraelische Badeort Eilat

Foto: MENAHEM KAHANA/ AFP

Der ägyptische Ableger der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) hat den Raketenangriff auf die israelische Küstenstadt Eilat für sich in Anspruch genommen. Die Raketen seien abgefeuert worden, damit "Juden und Kreuzfahrer" wüssten, dass der "Stellvertreterkrieg" ihnen nicht nütze, heißt es in einer über IS-Kanäle im Internet verbreiteten Erklärung.

Eilat war von der ägyptischen Sinai-Halbinsel mit Raketen beschossen worden. Nach israelischen Armeeangaben gab es keine Verletzten. Drei der Raketen wurden in der Luft von einem Abfangsystem zerstört, eine vierte Rakete schlug außerhalb der Stadt ein.

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) verurteilte die Raketenangriffe. Er sei erleichtert, "dass der Plan der Terroristen nicht aufgegangen ist, die israelischen Sicherheitsvorkehrungen gegriffen haben und bei dem Angriff niemand zu Schaden gekommen ist", erklärte der Minister in Berlin.

Auf dem Sinai gibt es seit Jahren gewaltsame Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und dem ägyptischen IS-Ableger. Dabei richtet sich die Gewalt der IS-Kämpfer meist gegen ägyptische Soldaten und Polizisten. Angriffe von ägyptischem Gebiet auf Israel sind eher selten.

Im Grenzgebiet zwischen Ägypten und dem Gazastreifen wurden derweil nach Angaben der radikalislamischen Hamas zwei Palästinenser bei einem mutmaßlichen israelischen Luftangriff getötet. Fünf weitere seien verletzt worden. Das israelische Militär bestätigte den mutmaßlichen Vergeltungsangriff zunächst nicht. Sie habe keine Kenntnis von einer solchen Attacke, erklärte die Armee.

asa/dpa/AFP
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