Nach Stichwahl Mosche Lion neuer Bürgermeister von Jerusalem

Jerusalem wird weiter rechts regiert: Der Likud-Politiker Mosche Lion gewann in der Stichwahl gegen seinen Konkurrenten Ofer Berkowitz. Der Kandidat der Mitte erkannte das Ergebnis aber zunächst nicht an.

Mosche Lion
ABIR SULTAN/EPA-EFE/REX

Mosche Lion


Die Bürgermeisterwahl in Jerusalem ist entschieden: Mosche Lion von der rechtsorientierten Regierungspartei Likud wird neuer Bürgermeister. Der Ex-Generaldirektor des Büros von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu gewann im zweiten Wahlgang die absolute Mehrheit der Stimmen, wie israelische Medien am Mittwoch berichteten.

Nach vorläufigen Zahlen des Innenministeriums erhielt Lion 51,5 Prozent der Stimmen. Sein Herausforderer Ofer Berkowitz, Kandidat der Mitte, bekam 48,5 Prozent. Berkowitz akzeptierte das Wahlergebnis nach Medienberichten zunächst nicht. Er sprach von Unregelmäßigkeiten in den Wahllokalen. "Unsere Anwälte überprüfen die Ergebnisse genau", zitierte ihn die Nachrichtenseite "ynet".

Regierungschef Netanyahu hatte im ersten Wahlgang vor zwei Wochen den Jerusalem-Minister Ze'ev Elkin unterstützt, ebenfalls Likud-Mitglied. Der bisherige Bürgermeister Nir Barkat (seit 2015 Likud) war nach acht Amtsjahren nicht mehr angetreten.

Der Status von Jerusalem ist einer der zentralen Streitpunkte im Nahostkonflikt mit den Palästinensern. Israel sieht Jerusalem als seine Hauptstadt und beansprucht die ganze Stadt für sich. Die Palästinenser wollen dagegen Ost-Jerusalem als Hauptstadt für einen eigenen Staat Palästina.

dop/dpa



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