Nahostkonflikt Palästinenser greift Soldaten mit Messer an und wird erschossen

Mit gezücktem Messer gegen Grenzsoldaten: Beim Versuch, israelische Grenzsoldaten anzugreifen, ist laut Armee ein Palästinenser erschossen worden.

Bei einer neuen Messerattacke auf israelische Soldaten ist ein Palästinenser erschossen worden. Der Vorfall habe sich am Dschalame-Übergang zwischen Israel und dem Westjordanland ereignet, teilte die israelische Armee mit. Soldaten hätten sich zwei Verdächtigen an einer Tankstelle neben dem Kontrollpunkt genähert. Einer von ihnen habe daraufhin versucht, einen der Soldaten mit einem Messer anzugreifen.

In Israel herrscht nach immer neuen Anschlägen auf einzelne Bürger ein Klima der Angst: Seit Anfang Oktober greifen Palästinenser verstärkt Israelis mit Schuss- und Stichwaffen an - vor allem, aber nicht nur in Jerusalem. Bei der Gewaltserie starben bereits mehrere Israelis sowie rund 70 Palästinenser. Mehr als die Hälfte der Palästinenser waren Angreifer, die bei ihrem Terrorakt erschossen wurden.

So wohl auch im jüngsten Fall: Bei dem Angriff eröffnete die Truppe laut Armeeangaben das Feuer auf den Angreifer. Warnungen, die Waffe fallenzulassen, hatte er laut einem Bericht der "Jerusalem Post " zuvor ignoriert. Der zweite Verdächtige sei festgenommen worden.

Bei der Attacke handelt es sich bereits um den dritten Vorfall an dem Übergang zur Palästinenserstadt Dschenin in den vergangenen Wochen. Bereits am Sonntag waren drei Grenzpolizisten von einem Auto nahe Hebron gezielt angefahren und verletzt worden, wie unter anderem die Zeitung "Haaretz " berichtet.

Als ein Auslöser der jüngsten Gewalt gelten Streitigkeiten um den Tempelberg in der Jerusalemer Altstadt. Die Stätte ist Juden wie Muslimen heilig. Es geht um Besuchs- und Gebetsrechte auf dem Plateau des Tempelbergs, wo einst der von den Römern zerstörte zweite jüdische Tempel stand und wo sich heute die Al-Aksa-Moschee und der Felsendom befinden.

apr/dpa
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