Israel Selbstmordanschlag vor Verhandlungen

Die USA starten wieder einen Vermittlungsversuch im Nahen Osten. Zuvor verletzte ein Attentäter zwei israelische Polizisten. Doch die Unterhändler sollen bleiben, bis Waffenruhe herrscht.


Soldaten in Hebron
AP

Soldaten in Hebron

Jerusalem - Beim Anschlag eines palästinensischen Selbstmordattentäters sind am Montag am Kontrollpunkt Eres im Norden des Gaza-Streifens zwei israelische Polizisten verletzt worden. Zu der Tat bekannte sich in einem Flugblatt die radikal-islamische Hamas-Bewegung. Der 24-jährige Taisir Aschrami aus dem Flüchtlingslager Dschebalia, der bei der Tat ums Leben kam, habe den Hamas-Führer Machmud Abu Hanud rächen wollen. Israelische Soldaten hatten Abu Hanud und zwei seiner Assistenten am Freitagabend im nördlichen Westjordanland aus Hubschraubern mit Raketen beschossen.

Der Attentäter trug den Angaben zufolge einen mit Sprengstoff gefüllten Gürtel und zündete die Bombe nahe den Israelis. Die Polizisten seien mit schweren Beinverletzungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Am Grenzübergang Eres werden Palästinenser auf ihrem Weg zur Arbeit nach Israel kontrolliert.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Gewalt beginnen die USA am Montag einen neuen Vermittlungsversuch im Nahen Osten. Dazu werden die US-Diplomaten William Burns und Anthony Zinni zunächst mit der israelischen Regierung zusammenkommen. Laut Presseberichten sollen sie auf Wunsch von US-Außenminister Colin Powell solange in der Region bleiben, bis Israelis und Palästinenser einer Waffenruhe zugestimmt haben.



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