Israel Soldaten räumen jüdische Siedlung

Israelische Soldaten haben damit begonnen, Außenposten jüdischer Siedlungen in den Palästinensergebieten zu räumen. Sie gingen gegen etwa 200 Siedler vor, die die Zufahrtstraße nach Mitzpeh Jitschar bei Nablus mit Autos und brennenden Reifen blockierten.

Jerusalem - Bei der Räumung der ungenehmigten israelischen Siedlung im Westjordanland kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen mit den überwiegend jungen Siedlern. Mindestens vier Mitglieder der Sicherheitskräfte und drei Siedler sind dabei verletzt worden, berichten Augenzeugen.

Sprecher der Siedler kündigten an, die Siedlung umgehend aufbauen zu wollen. "Dies ist unser Land, unsere Heimat", sagte etwa Josi Peli, der in einer benachbarten Siedlung lebt. "Morgen werden wir wieder auf dieser oder einer anderen Anhöhe sein."

Mitzpeh Jitschar ist die erste bewohnte Siedlung, die seit Beginn des neuen Friedensprozesses geräumt wird. Zuvor waren bereits zehn unbewohnte Außenposten aufgelöst worden.

Insgesamt sollen in der ersten Stufe des Friedensplans 62 solcher Niederlassungen geräumt werden. Sie alle wurden seit Amtsantritt des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon im März 2001 errichtet.

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