Tel Aviv und Westjordanland Tote und Verletzte bei Anschlägen in Israel

In Tel Aviv hat ein 24-jähriger Palästinenser zwei Israelis erstochen. Wenig später kam es im Westjordanland zu einem Anschlag mit drei Toten. Mehrere Menschen wurden bei den Zwischenfällen verletzt.


Bei einer Messerattacke in Tel Aviv sind zwei Israelis getötet und ein weiterer verletzt worden. Der Vorfall habe sich in einem großen Büro- und Geschäftsgebäude im Süden der Stadt ereignet, teilte Polizeisprecher Micky Rosenfeld mit. Der Tatverdächtige sei überwältigt und festgenommen worden. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich den Angaben zufolge um einen 24-Jährigen aus der Nähe von Hebron im Westjordanland.

Wenig später eröffneten Palästinenser südlich von Bethlehem das Feuer auf Israelis und rammten danach eine Gruppe mit ihrem Auto. Dabei starben drei Menschen: ein Israeli, ein US-Tourist und ein Palästinenser. Weitere Menschen wurden verletzt, alle Angreifer nach Polizeiangaben gefasst.

Es ist der erste Anschlag in der Küstenmetropole seit zweieinhalb Wochen. "Es ist nun unerlässlich, Ruhe wiederherzustellen", sagte Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon. Er rief alle politischen und geistlichen Anführer auf, sich von der Gewalt zu distanzieren.

Bei zahlreichen Anschlägen sind seit Anfang Oktober 16 Israelis getötet worden. Rund 90 Palästinenser kamen nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums ums Leben. Die meisten von ihnen wurden bei ihren eigenen Attacken von Sicherheitskräften oder Zivilisten erschossen.

Als ein Auslöser der Gewaltwelle gilt ein Streit um Besuchs- und Gebetsrechte auf dem Tempelberg in Jerusalem, der Muslimen und Juden heilig ist.

kev/AFP/dpa

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