Urlaubsort am Roten Meer Israel schließt Flughafen Eilat aus Angst vor Anschlägen

Eilat, Israels einziger Urlaubsort am Roten Meer, hat seinen Flughafen kurzzeitig schließen müssen. Die Armee hatte diesen Schritt angeordnet - aus Angst vor Angriffen aus dem benachbarten Ägypten.
Flugzeug im Anflug auf Eilat: "Alle Starts und Landungen sind abgesagt worden"

Flugzeug im Anflug auf Eilat: "Alle Starts und Landungen sind abgesagt worden"

Foto: RONEN ZVULUN/ REUTERS

Tel Aviv - Die verschlechterte Sicherheitslage auf der Halbinsel Sinai hat nun auch Auswirkungen auf das benachbarte Israel. Am Donnerstagabend ordnete die israelische Armee die kurzfristige Schließung des Flughafens Eilat an. Mehrere Flüge in den Urlaubsort am Roten Meer mussten zum Flughafen Owda umgeleitet werden, der knapp 40 Kilometer weiter nordwestlich liegt.

Nach zwei Stunden ordnete Generalstabschef Benny Gantz die Wiedereröffnung des Airports von Eilat an.

Der bei Israelis und ausländischen Touristen beliebte Badeort war in der Vergangenheit mehrfach Ziel von Anschlägen, die vom ägyptischen Sinai aus verübt wurden. Im Sommer 2011 töteten Angreifer aus Ägypten mehrere israelische Urlauber, die nahe der Grenze auf dem Weg ans Rote Meer waren. Zuletzt war im April eine Rakete in Eilat eingeschlagen, die von militanten Islamisten in Ägypten aus abgefeuert wurde. Auch damals wurde der Flughafen der Stadt kurzzeitig geschlossen, nahm aber nach wenigen Stunden den Betrieb wieder auf.

Eilat, an der Südspitze Israels gelegen, war jahrelang der wichtigste Touristenort des Landes. Wegen der verschlechterten Sicherheitslage sind die Urlauberzahlen in den vergangenen Jahren jedoch deutlich zurückgegangen. Gegenwärtig sollen jedoch laut israelischen Medienberichten viele Hotels ausgebucht sein.

Am Mittwoch hatte das ägyptische Militär mitgeteilt, in den vergangenen Wochen 60 islamistische Kämpfer auf dem Sinai getötet zu haben. Seit dem Sturz von Präsident Mohammed Mursi am 3. Juli in Kairo hat eine Serie von Anschlägen die Halbinsel erschüttert. Bei Angriffen auf Regierungsgebäude und Sicherheitskräfte sind seither Dutzende Menschen getötet worden.

syd/dpa/Reuters
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