Anschlag auf Nachtklub in Istanbul Mutmaßlicher Hintermann gefasst

Die türkische Polizei hat einen weiteren Verdächtigen im Zusammenhang mit dem Silvester-Anschlag in Istanbul festgenommen. Der Mann ist französischer Staatsbürger und soll einer "der Planer des Angriffs" sein.

Istanbuler Nachtklub Reina nach dem Anschlag
AP

Istanbuler Nachtklub Reina nach dem Anschlag


39 Menschen wurden bei dem blutigen Anschlag auf den Istanbuler Nachtklub Reina in der Silvesternacht getötet. Nun hat die türkische Polizei einen mutmaßlichen Hintermann der Tat festgenommen. Die Staatsanwaltschaft sieht in dem Mann "einen der Planer des Angriffs".

Der Verdächtige habe demnach türkische Wurzeln und besitze die französische Staatsbürgerschaft. Bei seiner Festnahme in der südwestlichen Provinz Burdur hatte er den Mietvertrag der Wohnung bei sich, in der Mitte Januar der Hauptverdächtige gefasst worden war, wie die Nachrichtenagentur Dogan berichtete.

In der Silvesternacht hatte ein bewaffneter Mann den Nachtklub Reina gestürmt und 39 Menschen erschossen. Zu dem Anschlag bekannte sich die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS). Zwei Wochen später wurde der Usbeke Abdulkadir Mascharipow in einer Wohnung im Stadtviertel Esenyurt am Westrand von Istanbul als der mutmaßliche Attentäter festgenommen.

Laut den Behörden erhielt Mascharipow seine Anweisungen direkt von einem IS-Kommandeur im syrischen Rakka. Der Usbeke hat laut Medienberichten die Tat gestanden und für sich die Todesstrafe gefordert. Nach Angaben der Presse erlaubte seine Festnahme, mehrere andere IS-Zellen zu zerschlagen. In den vergangenen Wochen wurden bei landesweiten Razzien mehrere Hundert mutmaßliche IS-Mitglieder festgenommen.

asc/dpa/AFP

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