Proteste am Tag der Arbeit Polizei geht gewaltsam gegen Demonstranten in Istanbul vor

Mit Wasserwerfern und Tränengas geht die türkische Polizei gegen 1. Mai-Demonstranten vor. Mehrere Menschen wurden in Gewahrsam genommen.

Polizei setzt Pfefferspray nahe dem Taksim-Platz ein
REUTERS

Polizei setzt Pfefferspray nahe dem Taksim-Platz ein


Die türkische Polizei hat in Istanbul Pfefferspray und Wasserwerfer gegen Demonstranten eingesetzt. Laut "Hürriyet Daily News" wollten sich etwa 40 Menschen auf dem Taksim-Platz versammeln, um am 1. Mai den Tag der Arbeit zu feiern. Sie wurden jedoch gewaltsam vertrieben. Laut CNN Turk nahm die Polizei einige Menschen in einem Bus in Gewahrsam.

Auf dem Taksim-Platz seien Feierlichkeiten untersagt gewesen, hieß es in den Berichten. Mit Gewerkschaften sei vereinbart worden, dass der Feiertag auf einem bestimmten Gebiet nahe dem Flughafen zelebriert werden sollte.

Laut "Hürriyet Daily News" wurde eine weitere Gruppe von der Polizei gestoppt: Auch die Anhänger der kommunistischen "Volksbefreiungspartei" (HKP) wollten den Platz erreichen. Etwa 20 Demonstranten wurden von der Polizei eingekesselt und in einer Polizeistation in Gewahrsam genommen.

Am 1. Mai gelten strikte Sicherheitsvorkehrungen in der Umgebung der Sisli-Moschee, verdächtige Fahrzeuge und Busse wurden an der Durchfahrt gehindert. Drei Menschen, die auf die Durchsuchung mit Protesten antworteten, wurden laut "Hürriyet Daily News" ebenfalls in Gewahrsam genommen.

Auch im vergangenen Jahr hatten mindestens zehntausend Polizisten das Zentrum von Istanbul abgeriegelt. Nach offiziellen Angaben wurden bei den Protesten am Tag der Arbeit mindestens 24 Menschen verletzt, darunter 18 Demonstranten und sechs Polizisten. 203 Menschen wurden festgenommen.

vek/Reuters



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