Italien Renzi mit Regierungsbildung beauftragt

Jetzt ist es offiziell: Matteo Renzi soll Italiens neue Regierung bilden. Staatspräsident Giorgio Napolitano erteilte dem Vorsitzenden der Demokratischen Partei den Auftrag, sich eine Mehrheit im Parlament zu suchen.

Designierter Premier Renzi: Offizieller Auftrag zur Regierungsbildung
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Designierter Premier Renzi: Offizieller Auftrag zur Regierungsbildung


Rom - Matteo Renzi könnte der jüngste Premier in der GeschichteItaliens werden. Die Erwartungen an den 39-Jährigen sind hoch, der Vorsitzende der Demokratischen Partei (PD) gilt als politischer Hoffnungsträger. Staatspräsident Giorgio Napolitano erteilte ihm am Montag den Auftrag, sich eine Mehrheit im Parlament zu suchen. Renzi nahm den Auftrag unter Vorbehalt an.

Napolitano hatte zuvor in Konsultationen mit den Parteien die Chancen für eine neue Regierung unter Renzi ausgelotet. Es wird erwartet, dass er noch im Laufe der Woche sein neues Kabinett vorstellen und sich den nötigen Vertrauensabstimmungen in beiden Parlamentskammern stellen könnte.

Renzi, bisher Bürgermeister von Florenz, hatte Regierungschef Enrico Letta in der vergangenen Woche in einem parteiinternen Machtkampf zum Rücktritt gezwungen.

heb/dpa

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Shaft13 17.02.2014
1.
Wirklich toll, das so ein Land dank Euro Mist erheblichen Einfluss auf unser eigenes Land hat. Aber keine Bange, der Goldman Sachs Landmann in der EZB wird schon alles tun,was Italien benötigt. Macht er ja eh schon die gnaze Zeit. EZB Politik ist immer im Sinne von Italien.
analysatorveritas 17.02.2014
2. Viele Aufgaben!
Viele Aufgaben warten auf Renzi, er braucht Verbündete und deren Vertrauen und deren Unterstützung. Die Zeit für eine Anpassung im Euroclub ist kaum vorhanden, damit befindet er sich in guter Gesellschaft mit vielen anderen Eurowackelkandidaten. Neue europäische Allianzen gegen Berlin, gegen Merkels Stabilitäts- und Wachstumspakt sind nur noch eine Frage der Zeit. Der innenpolitische Druck in Italien wie auch in anderen Eurostaaten auf die jeweiligen Regierungen wächst kontinuierlich. Merkel und Schäube, die groKo in Berlin, sie brauchen ein neues Eurokonzept, neue Lösungsansätze. Der deutsche Weg zum neuen Eurowunderwirtschaftland ist in Frankreich, in den Niederlanden und in Österreich kaum umzusetzen. Somit wird der Druck auf Berlin und die groKo stark zunehmen. Ein paar nette Worte und Statements reichen dazu nicht mehr aus, die Eurozonenwährungskrise geht also weiter wie bisher. Krisengipfel, Proteste, neue Haftungsmodelle, die hohen Massenarbeitslosigkeiten lassen sich im Euroclub kaum abbauen.
denny101 17.02.2014
3. Auch Napolitano ist mafiös
Heute geht das Gerücht um in Italien, dass Napolitano dem Renzi die Minister für die Schlüsselministerien (Wirtschaft, Justiz, Außen) bereits vorgegeben hat, frei nach der Devise dass sich was ändern muss, damit alles so bleibt wie es ist... Napolitano gehört seit dem Krieg zum linken Establishment und ist damit mindestens genauso verantwortlich für die Misere Italiens wie die meisten andernen Politiker. Wenn man sich mal die Mühe und den Schmerz antut, um zu sehen, wie linke Bonzen den Staat ausplündern, kommt man zur schmerzhaften Einsicht, dass Italien durch und durch mafiös ist, von ganz links bis ganz rechts. Das ist nämlich der Mentalität eines (zu großen) Teils der Leute hier geschuldet, da ist nichts zu machen...
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