Rom Zehntausende Beamte demonstrieren gegen Premier Renzi

Sie fordern höhere Gehälter und die Schaffung neuer Arbeitsplätze: In Rom haben Zehntausende Beamte gegen Matteo Renzi protestiert. Die Staatsdiener kritisieren zudem die Sparmaßnahmen des italienischen Premierministers.
Demonstranten in Rom: 12,6 Prozent Arbeitslosigkeit

Demonstranten in Rom: 12,6 Prozent Arbeitslosigkeit

Foto: Angelo Carconi/ dpa

Rom - Zu Zehntausenden sind italienische Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Rom auf die Straße gegangen, um ihren Unmut gegen Premierminister Matteo Renzi auszudrücken. Die Beamten fordern unter anderem eine Erhöhung ihrer Gehälter und verlangen von der Regierung die Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Die Gewerkschaft CGIL drohte mit einem Streik, sollten die rund drei Millionen Staatsdiener keine bessere Entlohnung erhalten. Zudem sind die Demonstranten verärgert über drastische Sparmaßnahmen, mit deren Hilfe Italien die Defizitregeln der Europäischen Union einhalten will. Renzis Gegner werfen ihm vor, er beschneide zwar die Arbeitnehmerrechte, tue aber nichts, um die Wirtschaftskrise zu bekämpfen.

Ende Oktober hatten in Rom bereits Tausende gegen die geplanten Arbeitsmarktreformen Renzis demonstriert. Diese sehen eine Lockerung des Kündigungsschutzes vor. Die Arbeitslosigkeit in Italien liegt bei 12,6 Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit in Italien hat mit 44,2 Prozent einen Rekordstand erreicht.

kha/Reuters
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