Ex-FBI-Chef Kopie der Comey-Papiere an Kongress übergeben

Ex-FBI-Chef Comey hält US-Präsident Trump für "moralisch ungeeignet". Nun sind seine Gesprächsnotizen an den Kongress übergeben worden - inklusive pikanter Details.
Kopien der "Comey-Memos"

Kopien der "Comey-Memos"

Foto: Susan Walsh/ dpa

Der ehemalige FBI-Chef James Comey hat sich vor seiner Entlassung im Mai vergangenen Jahres immer wieder Gesprächsnotizen von seinen Treffen mit US-Präsident Donald Trump gemacht. Nun sind diese sogenannten "Comey-Memos" vom Justizministerium auf Anfrage republikanischer Abgeordneter dem US-Kongress in Kopie übergeben worden.

Die Dokumente gelten als wichtiges Beweisstück, um zu klären, ob Donald Trump versucht hat, die Ermittlungen zu einer möglichen russischen Einflussnahme auf die US-Präsidentenwahl 2016 zu behindern.

Trump erklärte anschließend via Twitter, Comeys Notizen zeigten klar, dass es "keine Zusammenarbeit" mit Russland und "keine Behinderung" der Ermittlungen gegeben habe. Zudem habe Comey geheime Informationen durchsickern lassen. "Wird die Hexenjagd weitergehen?"

Den Aufzeichnungen zufolge hat der russische Staatschef Wladimir Putin vor Trump geprahlt, Russland habe "die schönsten Prostituierten der Welt". Eine geschwärzte Version der Papiere wurde am Donnerstag (Ortszeit) von US-Medien veröffentlicht. (Eine Analyse zum Trump-Enthüllungsbuch von Comey finden Sie hier).

dop/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.