SPIEGEL ONLINE

John McCain über Trumps Presseschelte "So fangen Diktaturen an"

Donald Trump bezeichnete Medien wie die "New York Times" oder CNN als "Volksfeinde". Sein Verteidigungsminister teilt diese Ansicht nicht: "Ich habe keine Probleme mit der Presse." Auch Senator John McCain wurde deutlich.

Sein Spitzname ist "Mad Dog", doch so mancher Beobachter hält den Verteidigungsminister für eine Stimme der Vernunft im US-Kabinett. Bei seiner Weiterreise von der Münchner Sicherheitskonferenz in den Mittleren Osten wurde James Mattis von mitreisenden Pressevertretern auf die jüngsten Äußerungen seines Präsidenten Donald Trump angesprochen.

Trump hatte in einem Tweet von der "New York Times" und den Fernsehsendern NBC News, ABC, CBS und CNN als "Fake-News-Medien" gesprochen, die nicht seine Feinde seien, sondern Feinde des amerikanischen Volks.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Ex-General Mattis antwortete, er habe einige strittige Zeiten mit der Presse gehabt, aber: "Nein, so wie ich das sehe, ist die Presse ein Gegenüber, mit dem wir umgehen. Und ich persönlich habe keine Probleme mit der Presse."

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Zuvor hatte sich der republikanische Senator John McCain auf die Seite der kritisierten Presse gestellt. Aus München zugeschaltet, sagte der ehemalige Präsidentschaftskandidat in der NBC-Sendung "Meet the Press", dass "eine freie und häufig auch feindliche Presse" für den Bestand einer Demokratie nötig sei. Ihre Einschränkung sei "wie Diktaturen anfangen", so McCain. Womit er aber nicht sagen wolle, der Präsident sei ein Diktator - nur, "dass dies die Lehren aus der Geschichte seien".

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Verteidigungsminister Mattis hatte sich am Mittwoch beim Treffen der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel zum Bündnis bekannt und den Partnern den Beistand der USA versichert. Aber der 66-jährige Viersternegeneral drohte den Verbündeten auch direkt: Zahlt mehr für die Nato, oder wir zahlen weniger! Seine Drohung wiederholte er auf der Münchner Sicherheitskonferenz nicht - aber die US-Forderung nach höheren Militärausgaben bekräftigte er.

feb/Reuters/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.