Japanische Unterhauswahlen Koizumis LDP könnte Mehrheit verlieren

Bei der Parlamentswahl in Japan könnte die Liberaldemokratische Partei (LDP) von Ministerpräsident Junichiro Koizumi ihre absolute Mehrheit im Unterhaus verloren haben. Die Koalitionsregierung des Reformpremiers dürfte aber an der Macht bleiben.


Wähler in Tokio: Keine überwältigende Bestätigung für Koizumis Reformkurs
AP

Wähler in Tokio: Keine überwältigende Bestätigung für Koizumis Reformkurs

Tokio - Unter Berufung auf Wählerumfragen berichtete der Sender TV Asahi, die LDP könnte nur noch auf 220 Mandate kommen. Ein Parteisprecher räumte unterdessen ebenfalls ein, dass die LDP möglicherweise keine eigene Mehrheit gewinnen werde. "Ich habe das Gefühl, dass die LDP nicht in der Lage sein wird, eine eigene Mehrheit zu gewinnen", sagte LDP-Vertreter Fumio Kyuma dem Fernsehsender NHK.

Rund 102,5 Millionen Japaner waren aufgerufen, die 480 Abgeordneten des Unterhauses zu wählen. Bei der Wahl im Juli 2000 hatte die LDP 247 Sitze gewonnen. Da die LDP aber im Oberhaus keine absolute Mehrheit hat, will Koizumi an der Koalitionsregierung mit der Neuen Komeito Partei und den Neo-Konservativen festhalten. Im alten Unterhaus verfügte die Koalition über 287 Abgeordnete.



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