US-Wahlen 2016 Jeb Bush kandidiert - jetzt wirklich

Erst der Vater, dann der Bruder, jetzt er selbst? Jeb Bush will Präsidentschaftskandidat der Republikaner für die US-Wahlen 2016 werden - und als dritter Bush ins Weiße Haus einziehen. Sein Wahlkampf hat längst begonnen.

REUTERS

Der Republikaner Jeb Bush will Präsident werden und "Amerika reparieren", wie er sagt. Am Montagabend kündigte er offiziell seine Bewerbung als Kandidat für die Präsidentenwahlen 2016 an.

"Wir werden die Zukunft in diesem Land wieder in die Hand nehmen", so Bush. Washington unter Präsident Barack Obama sei blockiert und erlahmt. Dem müsse man ein Ende setzen.

Der 62-Jährige ist laut Umfragen einer der aussichtsreichsten Bewerber im parteiinternen Vorwahlkampf. Bei den Demokraten gilt die ehemalige Außenministerin und Ex-First-Lady Hillary Clinton, 67, als Favoritin.

Sollte Jeb Bush die Wahlen im November gewinnen wäre er nach Vater George (1989-1993) und seinem Bruder George W. (2001-2009) das dritte Mitglied der Familie Bush, das im Weißen Haus regiert. Die parteiinternen Vorwahlen beginnen im Januar und laufen mehrere Monate. Die Präsidentenwahl ist am 8. November 2016. Amtsinhaber Obama darf nicht mehr antreten, weil er bereits zwei Amtszeiten hinter sich hat.

Fotostrecke

10  Bilder
US-Präsidentschaftswahl: Bush, der Dritte
Jeb Bush gilt als eher moderater Republikaner. Er hat eine mexikanische Ehefrau und spricht Spanisch, was ihn bei der wichtigen Wählergruppe der Latinos beliebt machen dürfte.

Beide - Clinton und Bush - haben ihren Wahlkampf längst begonnen. Clinton hielt am Wochenende eine große Rede in New York, Bush besuchte Deutschland, Polen und die baltischen Staaten - um sich als Außenpolitiker zu profilieren. Er tritt für einen harten Kurs gegen Russland ein. Nach der Europareise sagte er, es liege ein langer Weg vor ihm. Seine Kandidatur sei ein "langsames stetiges Projekt", bei dem es darauf ankomme, als Jeb bekannt und nicht mit seiner Familie in einen Topf geworfen zu werden. "Ich bin nicht George", sagte Bush. Er war von 1999 bis 2007 Gouverneur im wichtigen Swing-State Florida, der bei Präsidentenwahlen oftmals eine entscheidende Rolle spielt.

Video-Überblick: Das sind Bushs Konkurrenten

mia/dpa

insgesamt 22 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Enguerrand de Coucy 15.06.2015
1. Noch einer
Schreck, lass' nach.
dunnhaupt 15.06.2015
2. Das Beste was Jeb passieren könnte
... wäre wenn die Demokraten Frau Clinton kandidieren lassen. Dann gewinnt er mit Sicherheit, Er spricht fließend spanisch, und ist mit einer Mexikanerin verheiratet. Hillary kann bloß Englisch und ist mit Bill Clinton verheiratet. Sie hat ja schon einmal verloren, und die Amerikaner sagen "abc" (= "anybody but Clinton"). Man hat sie nämlich noch in Erinnerung.
gandhiforever 15.06.2015
3. John Ellis Bush
will und die USA seines Bruders zurueckbringen. Sein Team besteht aus alten Neocons, angefangen bei Wolfowitz. Er hat zwar seinen Vorvorwahlkampf gut begonnen, die Millionen in der Kasse klingeln, doch ob das genuegt? Vielen GOP-Waehlern ist er nicht extrem genug, weshalb er in den Umfragen auch nur hauchduenn fuehrt.
dbrown 15.06.2015
4. Amerika braucht keinen Cowboy!
Starkes Land, das war mal, aber lange her. Das bekommt auch der dritte Bush nicht mehr hin. Aber der Ami fährt auf so laue Typen ja gern ab, sollnse den mal wählen, die Strafe wird, wie bei Bushs, schon folgen.
Badischer Revoluzzer 15.06.2015
5. Noch ein Bush
heißt wieder Krieg. Dieser Clan muß seine Geschäfte absichern und neue Märkte erschließen. Hoffentlich bleibt der Welt das erspart.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.