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09. Juni 2015, 22:14 Uhr

Besuch in Berlin

Jeb Bush nennt Putin "skrupellos"

US-Präsidentschaftsanwärter Jeb Bush hat die russische Ukraine-Politik scharf kritisiert. Bei seinem Berlin-Besuch sagte der Republikaner: "Wir dürfen nicht lau reagieren."

Der als US-Präsidentschaftskandidat gehandelte Republikaner Jeb Bush hat während seines Besuchs in Deutschland Russland ermahnt: Angesichts des Ukraine-Konflikts müsse es "die Souveränität all seiner Nachbarn respektieren", forderte er. Russland werde tun, was es wolle, "wenn seine Aggression unbeantwortet bleibt", sagte Bush beim CDU-Wirtschaftstag in Berlin.

"Unsere Allianz, unsere Solidarität und unser Handeln sind unerlässlich, wenn wir die grundlegenden Prinzipien der internationalen Ordnung bewahren wollen", sagte Bush. Der russische Präsident Wladimir Putin sei ein "skrupelloser Pragmatiker". Die Nato müsse Gegendruck erzeugen. "Wir dürfen nicht lau reagieren." Es gebe aber kein Interesse, "Russland für Generationen von uns wegzustoßen".

Bush widersprach Vermutungen, dass US-Geheimdienste Wirtschaftsspionage in Deutschland betrieben. Die Handelsbeziehungen sollten vertieft werden: "Die EU und die Vereinigten Staaten haben ein gemeinsames Interesse an der stetigen Öffnung der Märkte auf der ganzen Welt", sagte Bush. Die Verhandlungen für das Freihandelsabkommen TTIP zwischen beiden Wirtschaftsräumen müssten "ernsthaft verfolgt" werden.

Bushs Besuch in Berlin ist der Beginn einer fünftägigen Tour durch Europa, die den früheren Gouverneur von Florida auch nach Polen und Estland führt. Er dürfte seine Präsidentschaftskandidatur am Montag im Miami verkünden. Bereits Bushs Vater und sein Bruder waren US-Präsidenten.

Im Video: "Dabbeljus" Bruder Jeb Bush auf Deutschlandbesuch

loe/Reuters/dpa

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