Präsidentschaftsanwärter Jeb Bush wäre auch in den Irak einmarschiert

Wähle Bush, und du kriegst - Bush: Der mögliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Jeb Bush, hat jetzt klargestellt, dass er bei der US-Invasion des Irak entschieden hätte wie sein Bruder.

Jeb Bush: Der mögliche Präsidentschaftskandidat positioniert sich
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Jeb Bush: Der mögliche Präsidentschaftskandidat positioniert sich


Sein Vater war US-Präsident, sein älterer Bruder war US-Präsident. Und wenn er anträte, wäre er wohl auch deshalb der aussichtsreichste der republikanischen Präsidentschaftskandidaten: Jeb Bush.

Wenn Medien über die Ambitionen des Ex-Gouverneurs aufs Weiße Haus berichten, steht immer die Frage im Raum: Wie viel Bush steckt in Jeb Bush - wäre etwa sein außenpolitischer Kurs mit der Aggressivität von George W. Bush zu vergleichen?

Gegenüber dem TV-Sender Fox News verteidigte Jeb Bush jetzt die US-Invasion im Irak 2003. Auch er hätte damals den Befehl gegeben, dort einzumarschieren.

"So hätte es auch Hillary Clinton getan, um alle mal daran zu erinnern", sagte Bush laut vorab veröffentlichten Auszügen des Interviews, das noch am Montag in den USA ausgestrahlt werden sollte.

"Und das hätte fast jeder getan, der mit den damaligen Geheimdiensterkenntnissen konfrontiert gewesen wäre", fügte der Republikaner hinzu. Clinton hatte als Senatorin für den Staat New York 2002 für den Krieg gestimmt, diesen Schritt in ihrer Biografie "Entscheidungen" aber als Fehler bezeichnet.

Keine Differenzen zwischen den Brüdern

Jeb Bush kritisierte jedoch, dass nach der Invasion das Land nicht nachhaltig stabilisiert wurde und keine Sicherheit hergestellt worden sei.

"Übrigens, raten Sie mal, wer auch der Ansicht ist, dass diese Fehler passiert sind? George W.Bush", fügte Jeb Bush hinzu. Wenn die Medien nach Differenzen mit seinem Bruder suchten, würden sie in dieser Angelegenheit nicht fündig werden.

Es wird erwartet, dass Jeb Bush sich um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner bewirbt. Im Juni will er nach Deutschland kommen. Die ehemalige US-Außenministerin Hillary Clinton verkündete bereits im April ihre Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten. US-Präsident Barack Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten, sein Nachfolger wird am 8. November 2016 gewählt.

mia/dpa/Reuters/AFP



insgesamt 48 Beiträge
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kuschl 11.05.2015
1. Was für eine furchtbare Perspektive
Der Mann wird sicherlich von bestimmten Interessengruppen in den USA sehnlichst herbeigewünscht. Das weitere Schreckensszenario im Nahen Osten kann ich mir schon jetzt denken.
ssio 11.05.2015
2. Bushe wie Sand am Meer
Ich fall vom Glauben ab wenn die Amis noch einen kriegstreibenden Bush wählen..
kalumeth 11.05.2015
3. Kriegsverbecher
...kann man da nur zu sagen!
motorradrudi 11.05.2015
4. Nicht noch mal Bush
es reicht mit dieser Family
go-west 11.05.2015
5. Überhaupt nicht überraschend
Es ging ja darum, die Sache des Vaters zu Ende zu bringen, der eine persönliche Rechnung mit Saddam zu begleichen hatte und durch die verlorene Wiederwahl daran gehindert wurde. Dem kann sich kein Sohn entziehen.
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