Bürgerkrieg Jemens Ex-Präsident Saleh getötet

Mehr als 30 Jahre regierte Ali Abdullah Saleh in Sanaa, 2012 musste er zurücktreten. Nun haben die Huthi-Rebellen - seine bisherigen Verbündeten - den Ex-Präsidenten des Jemen getötet.

Ali Abdullah Saleh
REUTERS

Ali Abdullah Saleh


Die Kämpfe in Sanaa sind eskaliert. In den vergangenen sechs Tagen seien 125 Tote und 238 Verletzte gezählt worden, teilte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz mit. Nun gibt es einen weiteren Toten: Ali Abdullah Saleh, langjähriger Präsident des Jemen.

Saleh sei bei Kämpfen in der Hauptstadt getötet worden, berichtete der Rebellensender Al-Masirah unter Berufung auf das von den Huthi-Rebellen geführte Innenministerium. In sozialen Netzwerken kursiert ein Video, in dem mutmaßlich die Leiche Salehs zu sehen ist. Auch ein Sprecher von Salehs Partei bestätigte den Tod des 75-Jährigen.

Der frühere Staatschef hatte den Jemen mehr als drei Jahrzehnte regiert, war 2012 im Zuge des Arabischen Frühlings aber gezwungen worden, sein Amt niederzulegen.

Saleh und seine Anhänger hatten in den vergangenen Jahren an der Seite der Huthi-Rebellen gegen die international anerkannte Regierung gekämpft. Sie kontrollierten zusammen große Teile des Bürgerkriegslandes auf der Arabischen Halbinsel, darunter die Hauptstadt Sanaa.

In den vergangenen Tagen bröckelte das Bündnis jedoch. In Sanaa brachen heftige Kämpfe zwischen beiden Seiten aus - Saleh ist ihnen nun zum Opfer gefallen.

dop/dpa/Reuters/AFP



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