Jemen Zwei Mitarbeiter des Roten Kreuzes erschossen

Im Bürgerkriegsland Jemen sind zwei Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes in ihren Fahrzeugen getötet worden. Wer die Schüsse abgab, ist unklar.


Sie waren in einem Konvoi auf dem Rückweg von der Rebellenhochburg Saada auf dem Weg zurück in die Hauptstadt Sanaa: Im Jemen sind zwei Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) erschossen worden. Die beiden Jemeniten wurden vermutlich von einem Einzeltäter getötet, der auf die Fahrzeuge feuerte.

Die Wagen seien klar als Fahrzeuge des Roten Kreuzes gekennzeichnet gewesen, sagte eine Sprecherin des IKRK. Zwei weitere Mitarbeiter hätten den Beschuss unbeschadet überstanden.

Wer genau hinter der Tat steckt, ist noch unklar. Im Norden haben die schiitischen Huthi-Rebellen die Kontrolle. Ein von Saudi-Arabien-geführtes Militärbündnis fliegt seit März Luftschläge gegen die Aufständischen, die große Teile des bitterarmen, arabischen Landes übernommen und die Regierung zur Flucht gezwungen haben.

Seit der Eskalation des Konflikts wurden bereits mehr als 4400 Menschen getötet. Die humanitäre Lage im Jemen ist katastrophal. Ein Großteil der Bevölkerung des ohnehin armen Landes ist infolge des Konflikts von Hunger bedroht.

als/AFP/dp



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Beetulli 03.09.2015
1. Im Jemen scheint der Westen
die Übersicht verloren haben: Wer steht denn im Moment im Land? Hat ein VAE-Militärkorps weite Landesgebiete besetzt? Wehen die berüchtigten schwarzen Fahnen der vereinigten AlQuaida/IS über den Regierungsgebäuden mehrerer Hafenstädte? Geht die Luftoffensive des "von Saudi-Arabien-geführtes Militärbündnis" weiter bzw. gibt es überhaupt noch lohnende Ziele für deren Bomber? Es herrscht merkwürdige Stille in der Berichterstattung!
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