Vor den Friedensgesprächen Jemens Präsident schlägt siebentägige Waffenruhe vor

Vor Beginn der Friedensverhandlungen für den Jemen hat Präsident Hadi eine einwöchige Feuerpause ins Spiel gebracht. Ein Uno-Vertreter hatte von den Konfliktparteien gefordert, günstige Bedingungen für Gespräche zu schaffen.
Jemens Präsident Hadi: Schlägt Feuerpause vor

Jemens Präsident Hadi: Schlägt Feuerpause vor

Foto: STRINGER/ REUTERS

Der Uno-Sondergesandte für den Jemen unternimmt derzeit einen neuen Anlauf, den Krieg in dem Land zu beenden. Am 15. Dezember sollen dazu in Genf Friedensgespräche beginnen. Ismail Uld Scheich Ahmed hat die Konfliktparteien aufgerufen, während der Verhandlungen einen Waffenstillstand einzuhalten, um günstige Bedingungen für die Gespräche zu schaffen. Nun hat auch Jemens Präsident Abd Rabbuh Mansur Hadi eine solche Feuerpause vorgeschlagen. Sie solle vom 15. bis zum 21. Dezember gelten, schrieb das Staatsoberhaupt in einem Brief an Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon.

Im Jemen bekämpfen sich seit fast einem Jahr der mit Saudi-Arabien verbündete Präsident Hadi und die von Iran gestützten schiitischen Huthi-Rebellen. Die Sicherheitslage ist bereits seit Jahren prekär. In diesem Umfeld ist ein Ableger des vor allem in Syrien und im Irak aktiven "Islamischen Staats" (IS) erstarkt.

Zuletzt war am Sonntag der Gouverneur der südjemenitischen Provinz Aden bei einem Anschlag getötet worden. Laut Regierungsvertretern und Augenzeugen habe ein Selbstmordattentäter sein Fahrzeug in den Konvoi von Dschaafar Mohammed Saad gerammt. Auch mindestens sechs Begleiter des Politikers seien bei der Explosion ums Leben gekommen. In sozialen Medien kursierte eine Erklärung, in der sich die IS-Miliz zu der Tat bekannte.

Auch angesichts der Bedrohung durch die Islamisten bemühen sich die Vereinten Nationen um eine politische Lösung des Konflikts zwischen Hadi und den Huthi. Vorangegangene Versuche, unter Uno-Vermittlung eine politische Lösung zu erzielen, scheiterten jedoch.

vek/Reuters/AP
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