Krieg im Jemen Konfliktparteien einig über erste Truppenabzüge

Die Kontrahenten im Jemen-Konflikt haben eine Einigung über die erste Phase ihres Truppenabzugs erreicht. Damit sollen auch Hilfsgüter einfacher ins Land kommen.

Vertreter der jemenitischen Regierung und der Huthi bei Gesprächen am 5. Februar in Jordanien
AP

Vertreter der jemenitischen Regierung und der Huthi bei Gesprächen am 5. Februar in Jordanien


Vertreter der jemenitischen Regierung und der schiitischen Huthi-Rebellen haben sich auf die erste Phase eines Truppenabzugs aus der Hafenstadt Hudaida und zwei weiteren Häfen verständigt. Es handele sich um einen bedeutenden Fortschritt, erklärte die Uno. Die Gespräche seien "langwierig, aber konstruktiv gewesen". Nach zweitägigen Verhandlungen in Hudaida hätten sich beide Seiten im Grundsatz auch auf die zweite Phase geeinigt.

Im Jemen herrscht seit 2015 ein Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi sowie den Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht.

Die Vereinten Nationen sind bemüht, den Krieg zu beenden. Der Abzug der Kämpfer beider Konfliktparteien aus der Hafenstadt Hudaida ist ein zentraler Punkt der im Dezember vereinbarten Waffenruhe. Auch aus den Hafenstädten Saleef und Ras Issa sollen die Truppen abgezogen werden.

Durch die Häfen dieser Städte kommt ein Großteil der Hilfen für die hungernde Bevölkerung ins Land. Vor dieser Einigung waren jedoch mehrere Fristen zum Abzug aus Hudaida und den Häfen Saleef und Ras Issa sowie Stadtteilen mit humanitären Einrichtungen verstrichen.

Nach Angaben der Uno wurden in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen viele Zivilisten. Nichtregierungsorganisationen sprechen von weit mehr Opfern. Das Land leidet der Uno zufolge unter der schlimmsten humanitären Krise weltweit.

mal/AFP/Reuters



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