Jemen Selbstmordanschlag auf südkoreanische Ermittler

Ein südkoreanisches Ermittlerteam ist im Jemen nur knapp einem Bombenanschlag entgangen. Unweit des Flughafens zündete ein Attentäter seinen Sprengstoffgürtel, verfehlte jedoch den Konvoi. Am Sonntag waren vier koreanische Touristen Opfer eines mutmaßlichen Qaida-Anschlags geworden.


Sanaa - Drei Tage nach einem Selbstmordanschlag auf südkoreanische Touristen hat sich im Jemen erneut ein Attentäter in die Luft gesprengt. Nach Polizeiangaben hatte der Mann am Mittwoch vor einer Kaserne der Luftwaffe unweit des Flughafens von Sanaa einen Sprengstoffgürtel gezündet.

Verletzte nach dem Anschlag vom Sonntag: Rücktransport nach Südkorea
AFP

Verletzte nach dem Anschlag vom Sonntag: Rücktransport nach Südkorea

Er habe offenbar Angehörige eines Ermittlerteams aus Südkorea töten wollen, deren Konvoi er jedoch knapp verfehlte. Der Sprengsatz habe nur den Attentäter selbst getötet.

Die Ermittler untersuchen den Selbstmordanschlag vom Sonntag, bei dem nahe der historischen Stadt Schibam vier südkoreanische Touristen ums Leben gekommen waren. Der einheimische Reiseführer erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Vier weitere Südkoreaner und drei Jemeniten wurden nach Polizeiangaben verletzt.

Die Touristen waren den Angaben zufolge auf dem Weg zu einem Aussichtspunkt in den Bergen außerhalb von Schibam, als der Sprengsatz detonierte. Die jemenitischen Behörden legten den Anschlag dem Qaida-Netzwerk von Osama bin Laden zur Last.

jok/AFP/dpa



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