Friedensgespräche Waffenruhe im Jemen in Kraft getreten

Im Bürgerkriegsland Jemen gilt laut Uno eine siebentägige Feuerpause. Verhandlungen für eine dauerhafte Friedenssicherung haben zwischen Huthi-Rebellen und regierungstreuen Kräften in Genf begonnen.

Zerstörung in Jemens Hauptstadt Sanaa: Friedensgespräche gestartet
REUTERS

Zerstörung in Jemens Hauptstadt Sanaa: Friedensgespräche gestartet


Sieben Tage lang sollen im Jemen keine Waffen eingesetzt werden: Am Dienstag ist - wie vereinbart - um 12 Uhr (10 Uhr MEZ) eine Feuerpause in Kraft getreten. Das teilte die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition mit. Wenig später starteten die Friedensgespräche zwischen einer Regierungsdelegation und den Huthi-Rebellen unter Vermittlung der Vereinten Nationen in der Schweiz, wie Uno-Sprecher Ahmad Fawzi sagte.

Mit der einseitig ausgerufenen Waffenruhe wollen die jemenitische Regierung und ihre regionalen Verbündeten die Verhandlungen unterstützen. Uno-Sondervermittler Ismail Ould Scheich Ahmed bezeichnete die Feuerpause in einer Erklärung als "ersten kritischen Schritt" auf dem Weg zu einem "dauerhaften Frieden".

Nach Beginn war nur noch sporadisch Feuer zu hören. So wurden nach Angaben eines Sicherheitsbeamten Granaten auf Stellungen regierungstreuer Truppen im Süden von Tais abgefeuert.

Im Jemen kämpfen Huthi-Rebellen gegen regierungstreue Kräfte. Diese werden von der arabischen Koalition unter Führung Riads unterstützt. Seit März wurden laut Uno mehr als 5800 Menschen getötet - etwa die Hälfte von ihnen waren Zivilisten. Das Terrornetz al-Qaida und andere Extremisten machen sich das Chaos in dem arabischen Land zunutze.

vek/AFP/dpa

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