Jerusalem Britin stirbt nach Messerangriff

Ein weiterer Messerangriff erschüttert Israel: An Karfreitag ist eine britische Studentin von einem 57-jährigen Palästinenser in Jerusalem ermordet worden. Der Attentäter soll psychisch krank sein.

Rettungssanitäter bringen verletzte Britin ins Krankenhaus
REUTERS

Rettungssanitäter bringen verletzte Britin ins Krankenhaus


Während der Feierlichkeiten zum Karfreitag in Jerusalem ist es trotz massiver Polizeipräsenz zu einer tödlichen Messerattacke gekommen. Ein Palästinenser aus Ost-Jerusalem griff eine Britin in der Nähe der Altstadt mit einem Messer an, wie die israelische Polizei mitteilte. Das Opfer erlag nach Angaben des Krankenhauses kurz darauf seinen Verletzungen. Der Attentäter wurde festgenommen. Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass der Mann psychisch krank ist.

Der laut Polizei 57-jährige Attentäter hatte die Frau in einer Straßenbahn attackiert. Bei dem Opfer handelt es sich um eine 23-jährige Studentin aus Großbritannien, wie das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu mitteilte. Die junge Frau soll auch die israelische Staatsbürgerschaft besessen haben.

Aufgrund des abrupten Halts der Bahn in Folge der Attacke wurde auch eine schwangere Frau verletzt. Ein Polizist in der Bahn überwältigte den Angreifer.

Israels Staatspräsident Reuven Rivlin verurteilte die Attacke. "Der Terror wird niemals unsere Leben hier zerstören", sagte er in Jerusalem. Polizisten würden sich auch weiterhin um die Sicherheit der Anwohner und Besucher kümmern.

Netanyahu sprach der Familie der jungen Britin sein Beileid aus. "Der islamistische Terror trifft die Hauptstädte der Welt", sagte er. Am Freitag habe er leider Jerusalem getroffen.

An diesem Wochenende sind besonders viele Pilger in der Stadt. 2017 fällt nicht nur das Osterfest der westlichen und orthodoxen Kirchen zusammen. Auch das jüdische Pessach-Fest wird in dieser Woche begangen. Dabei erinnern die Juden an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten. Das israelische Tourismusministerium erwartet in dieser Zeit 79.500 christliche und 78.500 jüdische Pilger aus dem Ausland.

bam/dpa-AFX



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