Ex-Präsident Carter "Donald Trump hat die Wahl nicht wirklich gewonnen"

Für den früheren amerikanischen Präsidenten Jimmy Carter ist Donald Trump ein "unrechtmäßiger Präsident": Ohne Russland wäre er nicht ins Amt gekommen.

Jimmy Carter
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Der frühere US-Präsident Jimmy Carter glaubt, dass Donald Trump die Wahl eigentlich verloren hat und nur wegen der mutmaßlichen Einflussnahme Russlands im Amt ist. Es gebe seiner Ansicht nach keinen Zweifel daran, dass Russland sich in die Wahl eingemischt habe, sagte der 94 Jahre alte Demokrat bei einer Podiumsdiskussion in Leesburg.

US-Geheimdienste beschuldigen Russland, sich unter anderem mit Hackerangriffen in den Präsidentschaftswahlkampf 2016 eingemischt zu haben, um Trump zu helfen und seiner demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton zu schaden. Die Geheimdienste legten aber nicht dar, ob dies eine Rolle bei Trumps Wahlsieg spielte.

Carter sieht hingegen einen wichtigen Faktor. "Ich denke, dass diese Einmischung, auch wenn sie noch nicht quantifiziert ist, bei einer vollständigen Untersuchung zeigen würde, dass Trump die Wahl 2016 nicht wirklich gewonnen hat", sagt Carter. "Er hat die Wahl verloren und ist ins Amt gekommen, weil die Russen sich in seinem Namen eingemischt haben."

Als der Moderator Carter daraufhin fragte, ob er glaube, dass Trump ein unrechtmäßiger Präsident sei, sagte er: "Basierend auf dem, was ich gerade gesagt habe, was ich nicht zurücknehmen kann, würde ich sagen ja."

tin/dpa



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