Ehemaliger US-Präsident Jimmy Carter spricht gut auf Krebsbehandlung an

Jimmy Carter hatte detailreich über seine Krebserkrankung gesprochen - und damit die Grenze zwischen Politik und Privatem verwischt. Nun ließ der Ex-US-Präsident über seine Sprecherin ausrichten: Die Behandlung schlägt gut an.

Jimmy Carter Anfang November als Redner in Nashville: Keine neuen Metastasen
AP/dpa

Jimmy Carter Anfang November als Redner in Nashville: Keine neuen Metastasen


Der frühere US-Präsident Jimmy Carter reagiert offenbar gut auf die Behandlung seiner Krebserkrankung. Das berichten mehrere Medien unter Berufung auf seine Sprecherin. Laut den behandelnden Ärzten gebe es keine Anzeichen für neue Krebsgeschwüre, teilte Deanna Congileo unter anderem dem "Guardian" und der ABC mit. Es würden aber noch weitere Tests durchgeführt.

Der 91-Jährige hatte Anfang August mitgeteilt, dass er an Leberkrebs erkrankt sei. Der Krebs hatte zudem gestreut: Vier kleine Metastasen seien in seinem Gehirn gefunden worden.

Carter, von 1977 bis 1981 US-Präsident, reagierte erstaunlich gelassen auf den Krebs. Nur Stunden vor seiner ersten Chemotherapie klärte er seine Landsleute humorvoll über die Einzelheiten seiner Geschwüre auf. Der Ex-Präsident trug mit seiner Transparenz zu einer Enttabuisierung von Krankheiten in der Politik bei.

Carter war zu seiner Zeit als US-Präsident nicht sonderlich beliebt, trotz mancher Erfolge. Nach seiner Zeit im Weißen Haus gewann er weltweit Anerkennung als selbstloser Vermittler und Helfer in internationalen Konflikten - ob im Nahen Osten, in Nordkorea, Bosnien oder Ruanda. 2002 erhielt er für seine Verdienste den Friedensnobelpreis.

sun

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