Jordanien Terroristen nehmen Regierung und Ausländer ins Visier

Muslimische Extremisten haben der jordanischen Regierung in einer Internetbotschaft ein Ultimatum gestellt. Wenn die Hilfe an die US-Streitkräfte im Irak nicht eingestellt würde, wollten sie Ausländer und Regierungsmitglieder in Jordanien töten.


Dubai - "Wir warnen die jordanische Regierung, dass wir jedes Mitglied der Regierung und alle Ausländer in Jordanien ins Visier nehmen, wenn Jordanien nicht damit aufhört, Lastwagen mit Waffen und Nachschub für die Amerikaner in den Irak zu schicken", heißt es auf einer im Internet veröffentlichten Erklärung einer Gruppe, die sich "Islamischer Tawhid" nennt. "Wir geben euch eine Woche, um unsere Forderungen zu erfüllen und stattdessen Medizin und Lebensmittel für das irakische Volk zu schicken."

Die Echtheit der Erklärung konnte zunächst nicht überprüft werden. Zu Beginn dieser Woche hatte eine Gruppe mit gleichem Namen die europäischen Staaten aufgefordert, ihre Truppen aus dem Irak abzuziehen.

Unmittelbar vor Bekanntwerden der Erklärung war in Jordanien eine militante Gruppe angeklagt worden, weil sie Selbstmordanschläge mit 80 Tonnen Chemikalien auf jordanische und US-Ziele in dem Königreich geplant haben soll.



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