Journalismus ARD zieht Korrespondenten aus Irak ab

Wegen der gefährlichen Lage im Irak will die ARD ihre Korrespondenten aus dem Land abziehen. Die Sendeanstalt zieht damit Konsequenzen aus einer Warnung des Auswärtigen Amtes. Dieses hatte besonders auf das Risiko von Entführungen hingewiesen.


Hamburg - "Wir bereiten den vorübergehenden Abzug vor, um die Sicherheitslage eingehend prüfen zu können", sagte Ariane Pfisterer, Sprecherin des Südwestrundfunks. Der SWR ist derzeit federführend bei der Irak-Berichterstattung der ARD. Die Entscheidung für den Abzug ist gefallen, nachdem das Auswärtige Amt in Berlin erneut eine Warnung herausgegeben hatte. Laut SWR befinden sich derzeit noch der Korrespondent Stephan Schlentrich und ein Kameramann im Land.

Ende vergangener Woche hatte das Auswärtige Amt seine Reisewarnung für den Irak erneuert und deutschen Staatsbürgern dringend geraten, das Land zu verlassen. Der Hinweis hatte sich explizit auch auf die im Land verbliebenen Journalisten bezogen. Ausländer seien im Irak besonders gefährdet, hieß es in der Warnung. "Das Risiko von Entführungen ist - wie zahlreiche Vorfälle in jüngster Vergangenheit gezeigt haben - sehr hoch." Anfang August waren zwei französische Journalisten im Irak auf dem Weg von Bagdad nach Nadschaf entführt worden.

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