Jugoslawien und Deutschland Diplomatische Beziehungen wieder aufgenommen


Belgrad - Gut eineinhalb Jahre nach dem Ende des Kosovo-Kriegs hat Jugoslawien die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zu Deutschland und den anderen führenden Nato-Staaten beschlossen. Ministerpräsident Zoran Zizic kündigte am Donnerstag an, das Verhältnis zu Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA zu normalisieren. Das Auswärtige Amt in Berlin begrüßte den Entschluss Belgrads. Eine Sprecherin des Amtes betonte, Deutschland habe Jugoslawien bereits mehrfach seine Bereitschaft zur Erneuerung der diplomatischen Beziehungen zugesichert.

Das französische Außenministerium bewertete die Entscheidung ebenfalls positiv. Die Wiederaufnahme der Beziehungen sei im Grundsatz bereits beim Besuch von Minister Hubert Védrine Mitte Oktober in Belgrad vereinbart worden, erklärte ein Sprecher. Frankreich werde den jugoslawischen Behörden umgehend einen Botschafter zur Bestätigung vorschlagen. Der britische Geschäftsträger in Belgrad, David Landsman, versicherte, Großbritannien sei bereit, seine Rolle als enger Freund Jugoslawiens wieder einzunehmen. Ein Mitarbeiter des US-Außenministeriums sagte in Washington, die Einrichtung einer amerikanischen Botschaft sei nur eine Frage von Tagen.



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