WikiLeaks-Gründer Geheime Klage gegen Assange offenbar versehentlich veröffentlicht

WikiLeaks-Gründer Julian Assange soll in den USA schon vor langer Zeit angeklagt worden sein. Ans Licht kam die Klage nun offenbar durch ein Versehen.

Julian Assange
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Julian Assange


WikiLeaks-Gründer Julian Assange ist nach Angaben der Enthüllungsplattform in den USA angeklagt worden. Staatsanwälte hätten die Existenz der unter Verschluss gehaltenen Anklage versehentlich in Gerichtsdokumenten in einem anderen Fall enthüllt, teilte WikiLeaks am Donnerstagabend (Ortszeit) mit. Auch die "Washington Post" berichtet, die Unterlagen mit dem Bezug zu Assange seien versehentlich veröffentlicht worden.

Die genauen Vorwürfe gegen Assange waren zunächst unklar. WikiLeaks hatte Hunderttausende geheime Dokumente veröffentlicht, unter anderem über das Vorgehen der US-Streitkräfte während der Kriege im Irak und in Afghanistan.

Assange befürchtet deswegen, dass ihm in den USA ein Prozess wegen Geheimnisverrats und womöglich sogar die Todesstrafe drohen könnte. 2012 floh er in die ecuadorianische Botschaft in London, nachdem wegen Vorwürfen von Sexualstraftaten in Schweden ein europäischer Haftbefehl gegen ihn ausgestellt worden war.

Zuletzt waren starke Spannungen zwischen Ecuador und dem 47-jährigen Assange aufgekommen. Er befürchtete, nach einer Überstellung an die schwedische Justiz später an die USA ausgeliefert zu werden.

Im Video: Digitaler Boykott - Krieg gegen WikiLeaks

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cte/AFP/dpa



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