Afghanistan Explosionen erschüttern Kabul, Dutzende Tote

Dutzende Menschen sind bei Anschlägen in der afghanischen Hauptstadt Kabul ums Leben gekommen. Nach der Detonation einer Lkw-Bombe schlug ein Attentäter in Polizeiuniform zu.

Zentrum von Kabul: Eine Lkw-Bombe richtete verheerende Schäden an
REUTERS

Zentrum von Kabul: Eine Lkw-Bombe richtete verheerende Schäden an


Dutzende Menschen sind bei mindestens zwei Sprengstoffanschlägen in der afghanischen Hauptstadt Kabul gestorben, Hunderte wurden verletzt. Das bestätigten afghanische Behörden. Die Nachrichtenagentur Reuters meldete am Freitagabend zudem weitere Explosionen und Feuergefechte in der Nähe des Flughafens.

Ein Polizeisprecher schildert einen Anschlag so: Ein Attentäter in Uniform sprengte sich in einer Gruppe Rekruten in die Luft. Mindestens 20 Menschen starben, Dutzende wurden verletzt.

Der Anschlag erfolgte weniger als 24 Stunden nach einem Bombenattentat in der Stadt: Bei einem Lkw-Bombenanschlag im Zentrum waren mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen, weitere 250 wurden verletzt. Bisher hat sich niemand zu den Taten bekannt.

Die Gewalt in Afghanistan hat in diesem Jahr noch einmal deutlich zugenommen. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind allein in den ersten sechs Monaten 2015 fast 5000 Zivilisten getötet oder verwundet worden. Die Uno machte die Taliban und andere Aufständische für 70 Prozent der zivilen Opfer verantwortlich.

asc/apr/AP/Reuters/dpa/AFP



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eswirdbesser 07.08.2015
1. Rückkehr des Terrors
Dieses Land wird wieder das werden was es vor Kriegsbeginn durch die USA war: ein Land im permanenten Kriegszustand , eine Bevölkerung die wiederrum nicht die Mindeststandarts zur Bewältigung des Alltags haben wird, beherrscht von einem totalitären Regime, das die andauernden vielfältigen Gewalttätigkeiten braucht und innewohnen hat, wie Steinigungen, öffentliche Auspeitschungen und Hinrichtungen. Das nennen die Profiteure dann ihren seeligmachenden Gottesstaat, ein Paradies auf Erden. Es ist nichts weiter als eine konkrete Manifestations der Furcht, der Gier , der Arroganz und des Hasses. Das ist alles.
norden-17 08.08.2015
2. Kriege verursachen Flüchtlingsströme
Seit 2001 führt die freie westliche Welt auf Befehl der USA Krieg in Afghanistan. Und was hat es gebracht? NICHTS!!!! Die seinerzeit ebenfalls durch die USA hochgerüsteten Taliban und die Kämpfer um Osama bin Laden sind heute einfach immer noch zu stark. Damals waren diese Gruppierungen allerdings die Guten. Da ging es schließlich gegen die Sowjetunion. Afghanistan ist ein gutes Beispiel dafür, was Kriege "Made in USA" einbringen. Nämlich nur Leid, Elend und auch Flüchtlingsströme, die momentan in Europa ankommen, nach dem Verursacherprinzip aber in die USA gehören.
horstschmitzberger 08.08.2015
3. jetzt kommt das Jammern der Friedensfreunde...
es war immer klar das ein Abzug bevor man den Krieg gewonnen hat zu einer Weiterführung desselben führen wird. Wenn alle Homos gehängt, alle Mädchenschulen abgefackelt, alle Frauen in´s Haus verbannt und jede Entwicklung zurückgedreht ist wirds immer noch kein Paradies für die Gläubigen sein. Was glaubt ihr werden die Herrscher tun? in Selbstreflexion über ihre Regierung nachdenken und es besser machen? Oder lieber den "Ungläubigen" die Schuld geben und es ihnen mit ein paar Selbstmordattentätern heimzahlen...aber was solls in der zwischenzeit dürfen wir uns um die wenigen glücklichen kümmern die es als Flüchtlinge raus aus der Steinzeit schafften...aber der Abzug war ja soooo nötig und spart so viel Geld, tja, so kanns gehen...
71waldorf 10.08.2015
4. Patriarchat
ist das Problem. Die wenigsten Männer haben ein Problem mit dem Regime, sichert es doch das Patriarchat. Frauen sind nicht gleichwertig, sondern fristen am unteren Ende der Hierarchie eine erbärmliche Existenz. Schon vergessen, hier war es ein einmal genauso. Und der Weg bis zu unserer "aufgeklärten" und politisch leider überkorrekten Gesellschaft war lang und schmerzhaft. Einmischungen von außen wurden auch damals von uns mehr oder weniger kriegerisch abgelehnt. Die Religion dient den Machthabern nur zur rechtfertigung ihrer Taten und wird entsprechend ausgelegt. Divide et impera. Teile das Volk in Gruppen, dann lässt es sich besser gefügig machen.
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