Andauernde Kämpfe Präsident ruft Kriegsrecht im Norden Burmas aus

Seit zehn Tagen kämpfen Kokang-Rebellen gegen die burmesische Armee. Tausende Angehörige der Minderheit sind bereits auf der Flucht. Jetzt hat Präsident Thein Seif den Notstand ausgerufen.

Rotes-Kreuz-Mitarbeiter (Archiv): Hunderte Verletzte bei Kämpfen in Burma
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Rotes-Kreuz-Mitarbeiter (Archiv): Hunderte Verletzte bei Kämpfen in Burma


Kunlong - Der Präsident von Burma, Thein Seif, hat in der Grenzregion zur Volksrepublik China für drei Monate das Kriegsrecht verhängt. Er rief am Dienstagabend den Notstand für das südostasiatische Land aus. Bei Kämpfen zwischen Rebellengruppen und der Armee wurden mehr als 70 Menschen getötet.

Die Gefechte zwischen den Aufständischen der selbstverwalteten Kokang-Region im Norden Burmas und dem Militär dauern bereits zehn Tage an. Seitdem seien rund 50 Soldaten und mehr als 20 Rebellen getötet worden, berichtet die staatliche Zeitung "The Global New Light of Myanmar". Auch zwei Mitarbeiter des Roten Kreuzes wurden verletzt, als sie versuchten, Menschen vor den Kämpfen zu retten.

"Es handelt sich um die massivste derartige militärische Konfrontation seit zwei Jahren und gilt als schwerer Rückschlag für die Bemühungen der Regierung um eine Waffenruhe", berichtet der Rundfunksender "Deutsche Welle". Die neue Regierung hat seit ihrer Machtübernahme 2011 mehrere Anläufe genommen, um Frieden mit den Rebellengruppen der Region zu schließen. Einige Jahre war dies weitgehend geglückt, nun sind wieder zahlreiche Menschen auf der Flucht nach China.

kry/Reuters/AP

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insgesamt 2 Beiträge
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Seite 1
Dr. Seltsam 19.02.2015
1. Ob dieses wunderschöne Land...
... wohl jemals zur Ruhe kommt?
horstadler 07.03.2015
2. Nicht Seif
Der Präsident von Myanmar heißt Thein Sein.
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