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Kämpfe in Donezk: Rebellenhochburg unter Beschuss

Foto: VALENTYN OGIRENKO/ REUTERS

Kämpfe in der Ostukraine Regierungstruppen nehmen Donezk unter Dauerbeschuss

Die Separatisten in Donezk hatten eine Feuerpause angeboten - doch ukrainische Regierungstruppen feuern weiter auf die Rebellenhochburg. Auch um die strategisch wichtige Stadt Krasny Lutsch gibt es schwere Kämpfe.

Donezk - Die Streitkräfte der ukrainischen Regierung haben ihre Offensive in Donezk trotz eines Waffenstillstandsangebots der Separatisten fortgesetzt. Die Truppen hätten die östliche Rebellenhochburg am Morgen unter heftigen Beschuss genommen, teilten die Truppen mit. Die Angriffe seien auf Stützpunkte der Aufständischen gerichtet gewesen. So sollten die prorussischen Kräfte in die Enge getrieben werden.

Separatistenführer Alexander Sachartschenko rief die Führung in Kiew erneut zu einer Feuerpause auf. "Wir sind zur Waffenruhe bereit, um die zunehmende humanitäre Katastrophe abzuwenden", erklärte Sachartschenko. Sollten die Regierungskräfte aber einmarschieren, würden sie ihr "Stalingrad" erleben.

Zu einem Einmarsch sind die ukrainischen Truppen nach eigenen Angaben bereit. Vor den Kämpfen lebten in der Industriestadt Donezk eine Million Menschen, inzwischen sind viele geflohen. Während der vergangenen Tage hatte die Armee die Stadt zunehmend unter Beschuss genommen. Nach Angaben der Aufständischen kamen bei Gefechten am Stadtrand von Donezk mindestens zwei Zivilisten ums Leben.

Kämpfe um Krasny Lutsch und Luhansk

Erbitterte Gefechte zwischen Aufständischen und Regierungstruppen hat es auch um die strategisch wichtige Stadt Krasny Lutsch gegeben. Der Sicherheitsrat in Kiew widersprach Berichten, wonach der Ort bereits in den Händen der Armee sei. "Die Kämpfe dauern unvermindert an", sagte ein Sprecher. Krasny Lutsch liegt zwischen Donezk und Luhansk. Wer die Stadt beherrscht, kontrolliert auch eine wichtige Straße zur russischen Grenze.

Die Armee versucht zeitgleich, die Großstadt Luhansk zurückzuerobern. Auf einer Landkarte, die vom ukrainischen Militär veröffentlicht wurde, bewegen sich ukrainische Truppen von drei Seiten auf die Stadt zu. Nur in Richtung Süden gibt es demnach noch eine Verbindung zu Separatistengebieten. Die humanitäre Lage in Luhansk hat sich zuletzt immer mehr verschlechtert.

vks/AFP/dpa
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