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Schießerei auf Volksfest FBI stuft weiteren Fall als Inlandsterrorismus ein

Nach dem Anschlag von El Paso ermittelt das FBI auch bei einer Schießerei in Kalifornien wegen inländischem Terrorismus. Der Schütze auf einem Volksfest in der Kleinstadt Gilroy soll eine Liste mit Zielen geführt haben.
Drei Menschen wurden bei dem Anschlag auf dem Volksfest in Gilroy getötet

Drei Menschen wurden bei dem Anschlag auf dem Volksfest in Gilroy getötet

Foto: Noah Berger/ AP

Das Massaker auf einen Supermarkt im texanischen EL Paso mit 22 Opfern stufen die Ermittler als inländischen Terrorismus ein. Nun ermittelt die US-Bundespolizei FBI auch im Fall des Schützen von Gilroy in Kalifornien wegen Inlandsterrorismus.

Ende Juli hatte ein Mann auf dem Garlic Festival in der Kleinstadt Gilroy in die Menge geschossen und dabei drei Menschen getötet und Dutzende verletzt. Unter den Opfern waren ein sechsjähriger Junger und ein 13 Jahre altes Mädchen. Der Schütze habe eine Liste mit Zielen geführt, sagte der FBI-Sonderermittler John Bennett. Darunter hätten sich religiöse Einrichtungen, politische Gruppen sowie Regierungs- und Gerichtsgebäude befunden. Um welche Einrichtungen es sich konkret handelt, teilte er aus Sicherheitsgründen nicht mit.

Motiv des Schützen weiter unklar

Das Motiv des Täters ist weiter unklar. Auch aus der Liste seiner Ziele lasse sich keine klare Richtung ableiten, sagte der FBI-Sonderermittler. Der Täter habe keine geschlossene Ideologie gehabt und sei mehreren "konkurrierenden" Gewaltideologien gefolgt.

Das FBI hatte am Wochenende bereits im Fall der Schüsse in einem Einkaufszentrum in der Stadt El Paso an der Grenze zu Mexiko Ermittlungen zu Inlandsterrorismus eingeleitet (lesen Sie hier eine aktuelle Reportage aus El Paso). Inländischer Terrorismus liegt nach Angaben des FBI dann vor, wenn eine Tat von Personen oder Gruppen ausgeführt wurde, die von extremistischen Ideologien beeinflusst sind, die auf heimische Bewegungen zurückgehen.

mst/dpa