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29. Januar 2012, 09:38 Uhr

Kalifornien

Polizei nimmt 300 "Occupy"-Demonstranten fest

Der Anti-Wall-Street-Protest dauert an: In Kalifornien kam es nach einer "Occupy"-Demonstration zu Massenfestnahmen. Die Polizei ging mit Tränengas gegen die Protestierer vor und setzte 300 von ihnen fest. In Washington zeigte sich der Widerstand von seiner nackten Seite.

Oakland - Bei Anti-Wall-Street-Protesten sind in Kalifornien am Samstag mehr als 300 Demonstranten festgenommen worden. Drei Polizisten wurden bei den Auseinandersetzungen in den Straßen von Oakland verletzt. Die Polizei habe Tränengas eingesetzt, als die Mitglieder der "Occupy"-Bewegung ein stillgelegtes Tagungszentrum besetzen wollten.

Dabei hätten sie Baugeräte zerstört, Zäune eingerissen und die Beamten mit Flaschen, Steinen und Brandsätzen beworfen, erklärte die Polizei. Die Demonstranten wollten eigenen Angaben zufolge mit ihrer Aktion gegen das soziale Ungleichgewicht in den USA protestieren und Aufmerksamkeit auf das Problem der Obdachlosigkeit lenken. Schätzungen zufolge hatten sich mehr als tausend Menschen an der zunächst friedlichen Demonstration beteiligt.

In Washington demonstrierten unterdessen bis zu 200 Occupy-Aktivisten am Rande einer Gala-Veranstaltung des exklusiven Alfalfa-Clubs. Zu dem Dinner in einem Fünf-Sterne-Hotel wurden unter anderem Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle erwartet. Die Demonstranten, darunter einige Frauen mit nackten Brüsten, tanzten vor dem Hotel auf der Straße.

Die Occupy-Bewegung war im September in New York entstanden. Ausgehend von der Gruppe "Occupy Wall Street" ("Besetzt die Wall Street") dehnten sich die Proteste auf zahlreiche Städte in den USA und auf andere Länder aus. Die Aktivisten, die häufig in Zeltlagern ausharren, prangern dabei die Macht der internationalen Finanzmärkte und soziale Ungerechtigkeiten an.

jbr/AFp/reuters

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