Kalifornien Polizei nimmt 300 "Occupy"-Demonstranten fest

Der Anti-Wall-Street-Protest dauert an: In Kalifornien kam es nach einer "Occupy"-Demonstration zu Massenfestnahmen. Die Polizei ging mit Tränengas gegen die Protestierer vor und setzte 300 von ihnen fest. In Washington zeigte sich der Widerstand von seiner nackten Seite.


Oakland - Bei Anti-Wall-Street-Protesten sind in Kalifornien am Samstag mehr als 300 Demonstranten festgenommen worden. Drei Polizisten wurden bei den Auseinandersetzungen in den Straßen von Oakland verletzt. Die Polizei habe Tränengas eingesetzt, als die Mitglieder der "Occupy"-Bewegung ein stillgelegtes Tagungszentrum besetzen wollten.

Dabei hätten sie Baugeräte zerstört, Zäune eingerissen und die Beamten mit Flaschen, Steinen und Brandsätzen beworfen, erklärte die Polizei. Die Demonstranten wollten eigenen Angaben zufolge mit ihrer Aktion gegen das soziale Ungleichgewicht in den USA protestieren und Aufmerksamkeit auf das Problem der Obdachlosigkeit lenken. Schätzungen zufolge hatten sich mehr als tausend Menschen an der zunächst friedlichen Demonstration beteiligt.

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Occupy-Bewegung: Proteste in Oakland und Washington
In Washington demonstrierten unterdessen bis zu 200 Occupy-Aktivisten am Rande einer Gala-Veranstaltung des exklusiven Alfalfa-Clubs. Zu dem Dinner in einem Fünf-Sterne-Hotel wurden unter anderem Präsident Barack Obama und seine Frau Michelle erwartet. Die Demonstranten, darunter einige Frauen mit nackten Brüsten, tanzten vor dem Hotel auf der Straße.

Die Occupy-Bewegung war im September in New York entstanden. Ausgehend von der Gruppe "Occupy Wall Street" ("Besetzt die Wall Street") dehnten sich die Proteste auf zahlreiche Städte in den USA und auf andere Länder aus. Die Aktivisten, die häufig in Zeltlagern ausharren, prangern dabei die Macht der internationalen Finanzmärkte und soziale Ungerechtigkeiten an.

jbr/AFp/reuters



insgesamt 117 Beiträge
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kuddel37 29.01.2012
1. .
Zitat von sysopDer Anti-Wall-Street-Protest dauert an: In Kalifornien kam es nach einer "Occupy"-Demonstration zu Massenfestnahmen. Die Polizei*ging mit*Tränengas gegen die Protestierer vor und setzte 300*von ihnen*fest. In Washington zeigte sich der Widerstand von seiner nackten Seite. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,812040,00.html
Es geht ja auch gar nicht, das das bestehende system in Frage gestellt wird. Da haben zu viele Mächtige etwas zu verlieren. Die USA haben doch so hervorragend rechtsstaatliche Gesetze gegen Terroristen die man anwenden könnte.;)
donnerfalke 29.01.2012
2. Furchtbar
Kapitalismus zeigt seine Zähne und frisst seine Kinder. Das zeigt uns wieder mal in wie weit es in Ameirka freie Meinung gibt. Nicht mal friedliche Demonstrationen werden von Geldbonzen geduldet und Polizei wird von denen korumpiert, siehe Spenden der Banken an die Polizei. Es ist einfach furchbar.
hubertrudnick1 29.01.2012
3. Zähne zeigen
Zitat von donnerfalkeKapitalismus zeigt seine Zähne und frisst seine Kinder. Das zeigt uns wieder mal in wie weit es in Ameirka freie Meinung gibt. Nicht mal friedliche Demonstrationen werden von Geldbonzen geduldet und Polizei wird von denen korumpiert, siehe Spenden der Banken an die Polizei. Es ist einfach furchbar.
Jedes System, oder besser gesagt, jeder der die Macht inne hat wird sie auch versuchen zu verteidigen und das können wir auf der ganzen Welt sehen. Es ist nicht nur eine Sache des Kapitals, sondern auch diejenigen die angeblich nichts mit dieser Macht vereint sein wollen, setzen all ihr bewaffneten Kräfte zum Schutz ihrer Macht ein. Man lässt sich die Macht nicht gerne berauben, wobei es hier nur Leute sind die auf sich und ihre Probleme aufmerksam machen wollen, aber auch das wird eben nicht geduldet. HR
Don Muhan 29.01.2012
4. I'm Not Moving
Wasser predigen und Wein saufen... I'm Not Moving I'm Not Moving - YouTube (http://www.youtube.com/watch?v=fXMbenb5Ysw)
walter1940 29.01.2012
5. Obdachlose
Falls Gingrich, Romney oder dieser scheinheilige Santorum ab 2013 die Präsidentschaft übernehmen sollte, wird es in den USA in wenigen Jahren Millionen Obdachlose geben, die unter Brücken oder in Zelten hausen werden. Das Problem: in den USA scheint es keinen Square-Inch Boden mehr zu geben, der nicht irgend Jemandem gehört. Wie es in den Städten auch keine gemeinde-eigenen Plätze mehr zu geben scheint, wo protestierende Bürger sich versammeln können.
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