Kampf gegen IS Irakische Armee erobert Falludscha komplett zurück

Eine der wichtigsten Hochburgen der Terrormiliz IS ist gefallen: Die irakische Armee hat Falludscha zurückerobert. Am Sonntag nahmen die Streitkräfte das letzte Viertel der Großstadt nahe Bagdad ein.
Irakische Sicherheitskräfte patrouillieren in Falludscha

Irakische Sicherheitskräfte patrouillieren in Falludscha

Foto: THAIER AL-SUDANI/ REUTERS

Schon vor einer Woche hatte der irakische Premierminister Haider al-Abadi den Sieg über den IS in Falludscha verkündet, doch die Kämpfe in der Großstadt rund 50 Kilometer westlich von Bagdad dauerten an. Am Sonntag meldeten die irakischen Streitkräfte nun die Einnahme des letzten umkämpften Stadtviertels Dscholan. Die Ende Mai gestartete Offensive auf die Hochburg der islamistischen Terrormiliz wurde von Luftangriffen der westlichen Koalitionstruppen unter US-Führung begleitet.

"Die Schlacht um Falludscha ist vorbei", sagte Lieutenant General Abdul Wahab al-Saidi dem Staatsfernsehen, räumte aber auch ein, dass noch versprengte IS-Kämpfer in einigen Gebäuden ausharren würden. Mindestens 1800 Kämpfer der Terrormiliz seien bei der Operation getötet worden, so al-Saidi. Mehr als 85.000 Zivilisten waren gezwungen, wegen der Militäraktion aus der Stadt zu flüchten. Sie wurden in Flüchtlingslagern notdürftig untergebracht.

Die IS-Kämpfer hatten im Sommer 2014 weite Teile Syriens und des Irak erobert und in den unter ihre Kontrolle gebrachten Gebieten ein Kalifat ausgerufen. Nach der Rückeroberung von Falludscha ist Mossul, im Norden des Landes gelegen, die letzte noch in der Hand der Dschihadisten befindliche irakische Großstadt.

bor/AFP/Reuters
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