Kampf gegen Piraten General Petraeus will Handelsschiffe bewaffnen

Die USA fordern härtere Maßnahmen gegen Überfälle von Piraten in internationalen Gewässern: Der für den US-Einsatz vor Somalia zuständige General Petraeus will Handelsschiffe nun mit Waffen ausstatten - andernfalls sei man gegen aggressive Freibeuter chancenlos.


Washington - Der für den US-Einsatz vor Somalia zuständige General hat wegen der zunehmenden Zahl von Piratenangriffen die Bewaffnung von Handelsschiffen empfohlen. Die Schifffahrtsgesellschaften sollten überlegen, ob sie nicht bewaffnete Sicherheitskräfte einstellen sollten, sagte General David Petraeus am Freitag vor einem Ausschuss des Repräsentantenhauses in Washington.

Die Abschreckung der Piraten mit Wasserschläuchen und anderen Mitteln sei nur begrenzt wirksam, sagte Petraeus. "Es ist hart, wenn man einen Wasserschlauch hält und der andere Kerl hat eine RPG", sagte der General - eine RPG (Rocket Propelled Grenade) ist eine moderne Panzerfaust. Die US-Marine werde in dem Seegebiet vor Somalia weiter Präsenz zeigen. Die Handelsschiffe müssten aber auch ihren grundlegenden Beitrag leisten, um Piraten abzuschrecken.

Der Präsident der Amerikanischen Schifffahrtskammer, Joe Cox, kritisierte, dass die Bewaffnung von Frachtern zu einer Eskalation der Gewalt führen könnte. Er rief die Regierung auf, alles für die Sicherung der Schifffahrtswege zu unternehmen.

amz/AP



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