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06. März 2007, 08:56 Uhr

Kampf gegen Taliban

Nato startet Frühjahrsoffensive in Afghanistan

"Operation Achilles" hat begonnen: Die Internationale Schutztruppe in Afghanistan hat am Morgen ihre Frühjahrsoffensive gestartet. Sie bezog Position in der Unruheprovinz Helmand - 5500 Soldaten sollen im Süden des Landes gegen die Taliban kämpfen.

Kabul - Die Schutztruppe Isaf teilte mit, die ersten Kräfte der "Operation Achilles" hätten ihre Positionen gegen 5 Uhr (Ortszeit) in der Provinz Helmand bezogen. Auf dem Höhepunkt werde die Operation mehr als 4500 Isaf-Soldaten und knapp 1000 afghanische Sicherheitskräfte umfassen.

US-Soldat in Afghanistan: Operation Achilles soll Sicherheit in den Norden Helmands bringen
AFP

US-Soldat in Afghanistan: Operation Achilles soll Sicherheit in den Norden Helmands bringen

Der Isaf-Regionalkommandeur Generalmajor Ton van Loon sagte, es handele sich um die bislang größte gemeinsame Operation von Isaf- und afghanischen Truppen. Die "Operation Achilles" sei auf Bitten der afghanischen Regierung begonnen worden und solle zunächst Sicherheit in den Norden Helmands bringen. Dort haben die Taliban seit mehr als einem Monat den Distrikt Musa Kala unter ihrer Kontrolle.

Die Isaf teilte mit, die Operation werde sich zwar zunächst auf eine Verbesserung der Sicherheitslage konzentrieren. Übergeordnetes Ziel sei aber, die afghanische Regierung dazu zu befähigen, mit dem Wiederaufbau und der wirtschaftlichen Entwicklung in der Region zu beginnen.

Die Taliban haben ebenfalls eine Frühjahrsoffensive und eine Welle an Selbstmordanschlägen angekündigt. Angeblich warten 10.000 Kämpfer auf den Beginn ihrer Kämpfe. Der Kommandeur der radikalen Muslime im Süden des Landes, Mullah Abdul Rahim, sagte Mitte Februar per Satellitentelefon aus seinem Versteck, die Kriegsvorbereitungen seien besonders im Süden des Landes und in der Helmand-Provinz abgeschlossen. Zudem sprachen die Taliban von 2000 Selbstmordattentätern, die bereitstünden. Weitere 3000 würden ausgebildet. Im vergangenen Jahr kamen die meisten Menschen seit dem Sturz der Taliban 2001 bei Gewalttaten vor allem im Süden des Landes ums Leben - über 4000 Menschen wurden getötet, ein Viertel von ihnen Zivilisten.

35.000 Isaf-Soldaten aus 37 Ländern sind derzeit am Hindukusch stationiert. Die Amerikaner, bisher mit 22.000 Mann in Afghanistan vertreten, davon 13.000 unter Isaf-Kommando, wollen kurzzeitig um 3200 Soldaten aufstocken.

Neben der Isaf operieren in Afghanistan auch noch die US-geführten Koalitionstruppen der Mission "Enduring Freedom", die nach Terroristen suchen.

ler/dpa

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