Kanada Terroristen planten Anschlagsserie in Toronto

Parlament, Börse und Militärstützpunkt im Visier: Mit einer Serie von Bombenanschlägen wollten Terroristen in Toronto Angst und Schrecken verbreiten. Das gab ein Tatverdächtiger einem Zeitungsbericht zufolge nun vor Gericht zu.

Toronto - Als Vorbild für die geplante Anschlagsserie haben die Terrorangriffe auf das New Yorker World Trade Center am 11. September 2001 gedient. Die Attacken der Terroristen sollten sich exakt fünf Jahre später gegen das Parlament, die Börse und einen Militärstützpunkt in Toronto richten. Das gab nun einer der mutmaßlichen Terroristen vor einem Gericht in Toronto zu, wie die kanadische Tageszeitung "Toronto Star" berichtete.

Der 22-jährige Saad K. bekannte sich schuldig, bei der Verschwörung der sogenannten "Toronto 18", einer von al-Quaida beeinflussten Gruppe, dabei gewesen zu sein. Die Zerstörungen in Toronto hätten die Regierung und das Militär so sehr abschrecken sollen, dass sie die kanadischen Truppen aus Afghanistan abziehen würden, sagte er. Zusätzlich plante die Gruppe drei Monate später weitere Anschläge auf das Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York und den Sears Tower in Chicago.

Saad K. gehört zu einer radikalislamischen Terrorzelle von 18 Mitgliedern, die am 2. Juni 2006 in Toronto und Umgebung festgenommen wurden. An dem Einsatz waren damals rund 400 Polizisten beteiligt. Die kanadischen Behörden beschlagnahmten bei den Männern drei Tonnen Ammoniumnitrat - drei Mal mehr als 1995 bei dem Terroranschlag in Oklahoma City eingesetzt wurde, bei dem 167 Menschen starben.

Zu den sogenannten "Toronto 18" gehörten 14 Erwachsene und vier Jugendliche. Saad K. ist der erste Angeklagte, der die Anschlagspläne zugegeben hat.

wit/dpa
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