Kaschmir-Besuch Hubschrauber aus Musharrafs Eskorte abgestürzt

Tödlicher Zwischenfall beim Besuch des pakistanischen Präsidenten Musharraf in Kaschmir: Einer der drei Hubschrauber der Präsidenten-Eskorte stürzte ab - vier Soldaten kamen ums Leben.


Muzaffarabad - Für Pervez Musharraf ging die Reise glimpflich aus: Der pakistanische Präsident landete wohlbehalten in Kaschmir, aber vier Soldaten starben. Sie saßen in einem Helikopter, der den Präsidenten eskortierte und auf dem Weg nach Muzaffarabad abstürzte.

Mehrere Menschen wurden verletzt, darunter auch der Sprecher Musharrafs, sagte ein Militärsprecher. Es habe sich nicht um einen Abschuss gehandelt. Ursache des Unglücks sei technisches Versagen gewesen, betonte der Sprecher.

Musharraf war zum Zeitpunkt des Unglücks bereits in Muzaffarabad angekommen. Der Präsident reiste anlässlich des zweiten Jahrestages eines schweren Erdbebens in die Region Kaschmir.

Musharraf hat inzwischen den früheren Geheimdienstchef Ashfaq Kiyani zum stellvertretenden Generalstabschef Ernannt. Kiyani steht damit bereit, die Nachfolge von Musharraf an der Spitze der Armee anzutreten. Dies geht aus einer von der Armee veröffentlichten Erklärung hervor. Demnach wurde Kiyani am Hauptquartier der Streitkräfte in Rawalpindi mit militärischen Ehren in sein Amt eingeführt.

Kyani soll Musharraf, der am Samstag als Präsident wiedergewählt wurde, an der Spitze der Streitkräfte ablösen. Musharrafs Wahl muss noch vom Obersten Gerichtshof des Landes abgesegnet werden. Danach hat er seinen Rücktritt als Armeechef versprochen.

hen/AFP/Reuters/AP



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