Kaschmir Extremisten eröffnen Feuer auf belebtem Markt


Srinagar - Bei Zusammenstößen im indischen Teil der umstrittenen Himalaya-Region Kaschmir sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Mutmaßliche muslimische Extremisten eröffneten im Distrikt Baramulla das Feuer auf einem belebten Markt: Sie töteten nach Angaben von Sicherheitskräften drei Polizisten und einen weiteren Regierungsbeamten.

Der indische Nachrichtensender NDTV meldete zudem, dass gestern Abend die Armee sechs Extremisten bei dem Versuch getötet habe, vom pakistanischen in den indischen Teil Kaschmirs einzudringen. Trotz der laufenden Friedensgespräche wirft die indische Regierung Islamabad vor, von Pakistan aus operierende muslimische Extremisten zu unterstützen. Im indischen Teil Kaschmirs kämpfen militante Gruppen seit 1989 für die Unabhängigkeit oder den Anschluss der Region an Pakistan. Die heutigen Atommächte Indien und Pakistan haben seit ihrer Unabhängigkeit von britischer Kolonialherrschaft 1947 drei Kriege gegeneinander geführt, zwei davon um das geteilte Kaschmir.



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