Kaschmir-Konflikt Fünf indische Soldaten an der Grenze zu Pakistan getötet

Zwei Atommächte im Clinch: Bei einem Angriff auf einen indischen Grenzposten sind fünf Soldaten ums Leben gekommen. Hinter dem Attentat soll die pakistanische Armee stecken - die wies die Anschuldigungen zurück.


Neu-Delhi - In der Krisenregion Kaschmir im Grenzgebiet zu Pakistan sind fünf indische Soldaten getötet worden. Mehrere Angreifer hätten in der Nacht zum Dienstag die Demarkationslinie (LOC) zwischen den beiden Ländern überschritten und einen indischen Grenzposten im Distrikt Poonch gestürmt, sagte ein Armeeangehöriger, der anonym bleiben wollte.

Indische Medien berichteten unter Berufung auf ungenannte Quellen, bei den Angreifern habe es sich um pakistanische Soldaten gehandelt. Ein pakistanischer Armeesprecher wies die Anschuldigungen zurück. "An der LOC gab es keinen Zwischenfall", sagte Abid Ali Askari.

Die beiden südasiatischen Atommächte werfen sich immer wieder Verletzungen des Waffenstillstands in der geteilten Region Kaschmir vor. Zwei ihrer drei Kriege führten sie um das mehrheitlich muslimische Gebiet.

Die verfeindeten Nachbarstaaten wollten nach der Wahl des neuen pakistanischen Premierministers Nawaz Sharif eigentlich wieder Friedensgespräche aufnehmen. "Diese Vorfälle helfen nicht dabei, die Beziehungen zu Pakistan zu normalisieren oder sogar zu verbessern", twitterte der Regierungschef des Bundesstaates Jammu und Kaschmir, Omar Abdullah. Wie die "Times of India" berichtet, wirft der Regierungschef des Bundesstaates Gurajat, Narendra Modi, Neu-Delhi vor, die Grenze zu Pakistan nicht genügend zu schützen.

mon/dpa



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