Kaschmir-Konflikt Pakistan und Indien nehmen Friedensgespräche wieder auf

Zwischen den verfeindeten Nachbarstaaten Pakistan und Indien zeichnet sich ein Ende der Eiszeit ab. Beide Länder haben sich verpflichtet, noch in diesem Jahr ihre Friedensgespräche wieder aufzunehmen. Hauptstreitpunkt ist die Frage, wer die Region Kaschmir für sich beanspruchen darf.


New York - Die Feindschaft währt seit Jahrzehnten, doch nun ringen Pakistan und Indien um eine Einigung. Die seit Jahren verfeindeten Nachbarn Pakistan und Indien wollen neue Friedensgespräche ansetzen. Das vereinbarten am Mittwochabend der indische Premier Manmohan Singh und Pakistans neuer Präsident Asif Ali Zardari bei einem Treffen am Rande der Uno-Vollversammlung in New York.

Demnach wollen die Außenminister beider Länder innerhalb von drei Monaten neue Gespräche anberaumen. Indien und Pakistan sind vor allem wegen der von beiden Seiten beanspruchten Region Kaschmir seit Jahrzehnten zerstritten. In den Gesprächen geht es außerdem um Grenzstreitigkeiten und die Themen Terror und wirtschaftliche Zusammenarbeit.

Die im Januar 2004 begonnenen Friedensverhandlungen zwischen den Atommächten hatten in den vergangenen Jahren immer wieder Rückschläge erlitten. Die Beziehung der beiden Nachbarländer war nach Zusammenstößen an der gemeinsamen Grenze und einer Serie von Anschlägen in Indien sowie auf die indische Botschaft in der afghanischen Hauptstadt Kabul mit 41 Toten Anfang Juli in Turbulenzen geraten. Neu-Delhi hatte "Elemente" in Pakistan beschuldigt, hinter der Tat zu stecken.

Bislang haben die Gespräche daher keine nennenswerten Ergebnisse gebracht - das soll sich nun ändern. Man sei sich einig, hieß es in einem gemeinsamen Statement, dass "Gewalt, Feindseligkeiten und Terrorismus keinen Platz in den Beziehungen unserer Länder haben". Dafür wollen sich beide Regierungen einsetzen.

ffr/dpa/Reuters/AFP



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