Kaschmir-Region Vier indische Soldaten bei Gefecht getötet

Bei einer Schießerei in der Kaschmir-Region sind sieben Menschen getötet worden. Eine Islamistengruppe aus Pakistan beansprucht die Tat für sich. Islamabad hat seinen Botschafter aus Neu Delhi abgezogen.

Soldaten der indischen Armee
AFP

Soldaten der indischen Armee


Bei einem Gefecht mit Rebellen in der Kaschmir-Region sind mindestens vier indische Soldaten getötet worden. Ein weiterer Soldat sei bei dem Schusswechsel am Montag im Bezirk Pulwama schwer verletzt worden, sagte ein Polizist der Nachrichtenagentur AFP. Außerdem seien zwei Rebellen und ein Zivilist unter den Toten. Die Rebellen seien vermutlich entkommen.

In der Region waren am Donnerstag bei einem Selbstmordanschlag 41 Sicherheitskräfte getötet worden. Es war der schwerste Anschlag auf Regierungstruppen im indischen Teil der Kaschmir-Region seit drei Jahrzehnten. Die im Nachbarland Pakistan ansässige Islamistengruppe Jaish-e-Mohammed beanspruchte die Tat für sich. Die indische Armee startete nach dem Anschlag einen Großeinsatz, um Extremisten ausfindig zu machen.

Indien hat in der unruhigen Kaschmir-Region Schätzungen zufolge rund 500.000 Soldaten stationiert. Seit einem Krieg 1947 ist die Region zwischen den beiden Atommächten Indien und Pakistan geteilt, wird aber bis heute von beiden Staaten zur Gänze beansprucht. Seit 1989 kämpfen mehrere muslimische Rebellengruppen teils für die Unabhängigkeit Kaschmirs, teils für den Anschluss der Region an Pakistan.

Pakistan teilte am Montag mit, seinen Botschafter aus Neu Delhi abgezogen zu haben. Indien hatte diesen Schritt bereits in der vergangenen Woche vollzogen.

cte/AFP



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