Krise am Golf Katars Gegner stellen 13 Forderungen

Der Sender Al Jazeera soll geschlossen, Kontakte zu Iran reduziert werden: Arabische Staaten haben Katar insgesamt 13 Forderungen präsentiert, bei deren Umsetzung die Blockade des Emirats beendet würde.
Skyline von Katars Hauptstadt Doha

Skyline von Katars Hauptstadt Doha

Foto: Christof Koepsel/ Getty Images

Vier arabische Staaten haben Katar Bedingungen gestellt, bei deren Erfüllung die Blockade des Emirats gestoppt würde. Zu den 13 Forderungen gehören demnach die Schließung des Senders Al Jazeera, eine Einschränkung der Beziehungen zu Iran, die Auflösung der türkischen Militärbasis in Katar und die Auslieferung aller designierten Terroristen, sagte ein Vertreter einer der vier Staaten der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag.

Bei den Staaten handelt es sich um Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain und Ägypten. Katar habe zehn Tage Zeit, um die Forderungen zu erfüllen, hieß es.

Al Jazeera hatte in der Nacht unter Berufung auf Insider berichtet, die Forderungen seien an Katar übergeben worden. Einzelheiten zum Inhalt wurden zwar nicht genannt, es gilt aber als unwahrscheinlich, dass das Emirat auf die Bedingungen seiner Gegner eingeht.

Saudi-Arabien und eine Reihe weiterer arabischer Staaten werfen Katar vor, Extremisten zu unterstützen. Sie haben seit Anfang Juni das Land isoliert. Diplomatische Beziehungen wurden abgebrochen, der Luftverkehr gestoppt und Grenzen geschlossen.

Das Emirat weist die Vorwürfe zurück und wird von Iran - dem Erzrivalen Saudi-Arabiens - und der Türkei unterstützt. Der schiitische Iran und das sunnitische Königshaus von Saudi-Arabien konkurrieren um die Vorherrschaft in der Region.

als/dpa/Reuters
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