Kenia Granate explodiert im Zentrum Nairobis 

In der kenianischen Hauptstadt Nairobi haben Unbekannte einen blutigen Anschlag auf eine Bar verübt - mindestens 14 Menschen wurden dabei verletzt. Die Behörden prüfen, ob die somalische Schabab-Miliz dahinter steckt.


Nairobi - Bei einem Anschlag auf eine Bar im Zentrum der kenianischen Hauptstadt Nairobi sind nach Polizeiangaben mindestens 14 Menschen verletzt worden, zwei davon schwer. Ein Mann habe am frühen Montagmorgen eine Granate in die Bar geworfen und sei dann geflüchtet, berichtete ein Augenzeuge im Hörfunk. Der betroffene Club befindet sich im Zentrum von Nairobi, einem nachts mehrheitlich von Kenianern besuchten Stadtteil.

Im arabischen Nachrichtensender al-Dschasira sagte ein kenianischer Journalist, alle Verletzte seien Kenianer. Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar - zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Die Behörden prüfen nun, ob Terroristen aus dem Nachbarland Somalia hinter der Attacke stehen könnten.

Kenia geht seit einiger Zeit mit einer Militäroffensive gegen die islamistische Schabab-Miliz in Somalia vor. Die Regierung in Nairobi macht die Gruppe für die Entführung zahlreicher Ausländer aus Kenia verantwortlich. Al-Schabab hat Kenia mit massiver Vergeltung gedroht, sollte das Land seine Truppen nicht aus Somalia zurückziehen. Ein Sprecher der kenianischen Regierung hatte in der vergangenen Woche bekräftigt, man werde so lange in Somalia bleiben, bis sich dort keine islamistischen Aufständischen mehr aufhielten.

Die US-Botschaft in Kenia hatte vor zwei Tagen vor einem unmittelbar bevorstehenden Terroranschlag in Nairobi auf US-Bürger gewarnt. Es gebe "glaubwürdige Informationen" über drohende Anschläge auf Bereiche in Kenia, an denen sich Ausländer aufhielten, wie etwa Einkaufszentren oder Nachtclubs.

anr/dpa/Reuters



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Golfkiller8443 24.10.2011
1. Wo bleibt die Aufklärung?
Zitat von sysopIn der kenianischen Hauptstadt Nairobi haben Unbekannte einen blutigen Anschlag auf eine Bar verübt - mindestens 14 Menschen wurden dabei verletzt. Die Behörden prüfen, ob die somalische al-Schabab-Miliz dahinter steckt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,793537,00.html
Wann lernen die Schreiberlinge bei SPON, dass das nur die Hälfte einer Meldung ist. Das Wort 'zunächst' setzt voraus, dass eine Aufklärung folgt, da sich die Erkenntnisse 'danach' geändert haben. Diese bleibt hier aber regelmäßig aus. Richtig müsste es z.B. heißen: "...waren zunächst unklar, dann jedoch stellte sich heraus, dass..." oder "...es ergab sich jedoch später, dass..." Im vorliegenden Fall kann es nur heißen: "...sind bisher unklar..." Aber ich glaube, da den Verfasser dieser Artikel niemand aufklärt, werden wir auch weiterhin mit diesem Kauderwelsch leben müssen :_-(
Marcus_XXL, 24.10.2011
2. Gefahr für den Tourismus.
So ein Anschlag in einem Hotel oder zB. der Tembo Disco in Mombasa und die Tourismusindustrie, die sowieso schon auf Sparflamme läuft, kollabiert. Der Hass der Bevölkerung, die an der Küste sehr vom Tourismus abhängig ist, wird sich dann massiv gegen die dort ebenfalls lebenden Somalier richten. Im Extremfall gibt es Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Christen auch in Kenia, wo die Menschen in Sachen Religion sich bisher eigentlich nur verbal an die Köpfe gegangen sind.
Fischkopp-Cop 24.10.2011
3. ...
Zitat von Marcus_XXLSo ein Anschlag in einem Hotel oder zB. der Tembo Disco in Mombasa und die Tourismusindustrie, die sowieso schon auf Sparflamme läuft, kollabiert. Der Hass der Bevölkerung, die an der Küste sehr vom Tourismus abhängig ist, wird sich dann massiv gegen die dort ebenfalls lebenden Somalier richten. Im Extremfall gibt es Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Christen auch in Kenia, wo die Menschen in Sachen Religion sich bisher eigentlich nur verbal an die Köpfe gegangen sind.
Viel angreifbarer ist Nairobi selbst, weil dort eben extrem viele Somalis leben und mögliche Attentäter in der Masse schwer auszumachen sind. Am heutigen Tag ist eine weitere Granate in einer Bushaltestelle expoldiert, diesmal mit (zur Zeit noch) einem Toten...
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