Kenia Innenminister stirbt bei Hubschrauberabsturz

In Kenia ist bei einem Hubschrauberabsturz nahe der Hauptstadt Nairobi ein hochrangiges Regierungsmitglied und Islamisten-Kritiker ums Leben gekommen. Es handele sich um den Minister für innere Sicherheit, George Saitoti. Bei dem Unfall starben fünf weitere Insassen der Maschine.


Hamburg - Bei dem Hubschrauberabsturz sind am Sonntag neben Innenminister George Saitoti fünf weitere Insassen ums Leben gekommen. Unter den Opfern des Unglücks sei auch Kenias Vizeinnenminister Orwa Ojode, sagte der kenianische Vizepräsident Kalonzo Musyoka am Sonntag an der Absturzstelle in einem Wald nahe der Hauptstadt Nairobi. Warum der Polizeihubschrauber abstürzte, war zunächst unklar.

Saitoti war Kandidat für die nächste Präsidentenwahl. Er war zudem ein vehementer Kritiker der islamistischen Schabab-Miliz im benachbarten Somalia, gegen die kenianische Truppen vorgehen. Als Verbündeter des kenianischen Präsidenten Mwai Kibaki hatte sich Saitoti als zentrale Figur der Regierung im Kampf gegen al-Schabab hervorgetan. Zur Vergeltung kenianischer Angriffe hat die Miliz in einer Serie von Bombenanschlägen in Kenia mehrere Menschen getötet.

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Hubschrauberunglück: Fünf Menschen sterben bei Absturz
Saitoti hat regelmäßig die Anschlagsorte in Nairobi sowie im Osten und Norden des Landes besucht. Er galt in dem ostafrikanischen Land als ein erfahrener Politiker, der unter dem ehemaligen Präsidenten Daniel arap Moi lange Zeit das Amt des Stellvertreters bekleidete.

Die kenianische Abgeordnete und frühere Ministerin Martha Karuas schrieb auf ihrer offiziellen Seite beim Kurzbotschaftendienst Twitter, sie trauere um Saitoti, Ojode und vier andere Menschen.

rom/Reuters/AFP



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