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Kernenergie-Streit Nordkorea droht mit atomarer Katastrophe

Die Regierung von Nordkorea hat die USA davor gewarnt, Truppen nach Nordostasien zu schicken. Sollte Washington diese Warnung missachten, werde man ganz Korea "zu Asche reduzieren".

Seoul - Im Streit um das nordkoreanische Atomprogramm hat die Regierung in Pjöngjang deutlich gemacht, dass Vorbereitungen der USA für einen Truppenaufmarsch in der Region radikale Konsequenzen hätten. Sie könnten zu "schrecklichen atomaren Katastrophen" führen, ließ das kommunistische Regime mitteilen.

"Wenn die US-Schritte zu einer Verstärkung der Aggressionstruppen nicht gestoppt werden, wird ganz Korea zu Asche reduziert werden und die Koreaner werden den schrecklichen atomaren Katastrophen nicht entgehen", schrieb am Freitag die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA.

Die Amerikaner reagieren auf die Provokationen aus Nordkorea zurückhaltend. Die Diskussionen über Truppenbewegungen sollten lediglich dazu dienen, Nordkorea abzuschrecken. Keineswegs seien sie dafür gedacht, Vorbote einer Invasion zu sein. Ari Fleischer, Sprecher des Weißen Hauses, hatte die scharfe nordkoreanische Rhetorik am Donnerstag als "wirklichen Anlass zur Sorge" bezeichnet. Die USA bereiteten sich auf "alle Eventualitäten" vor, fügte er hinzu. US-Präsident George W. Bush glaube aber noch immer daran, dass der Atomstreit mit friedlichen Mitteln beigelegt werden kann.