Wegen geleakter Depeschen Britische Polizei ermittelt nach Botschafter-Rücktritt

In internen Memos bezeichnete der britische Botschafter die US-Regierung als "inkompetent". Jetzt untersucht die Polizei, wie die Berichte an die Öffentlichkeit gelangen konnten.

Kim Darroch
DPA / Niall Carson

Kim Darroch


Die Polizei in London hat im Zusammenhang mit dem Rücktritt des britischen Botschafters in Washington Ermittlungen eingeleitet. Untersucht werde, wie die vertraulichen Memos des Botschafters Kim Darroch, die zu seinem Rücktritt führten, an die Öffentlichkeit gelangen konnten. (Lesen Sie hier eine ausführliche Analyse zu dem Fall.)

Der stellvertretende Polizeichef Neil Basu forderte den oder die Verantwortlichen auf, sich zu stellen. Er warnte Journalisten zudem davor, durchgestochene Informationen zu veröffentlichen. Auch dies könne ein Strafvergehen sein.

In den Botschafterdepeschen hatte Darroch US-Präsident Donald Trump laut der "Mail on Sunday" als "inkompetent" beschrieben und dessen Regierung als "einzigartig dysfunktional" bezeichnet. Daraufhin bezeichnete Trump Darroch auf Twitter als dumm und verrückt. Weiter schrieb Trump: "Ich kenne den Botschafter nicht, aber mir wurde gesagt, er sei ein aufgeblasener Dummkopf." Trump kündigte an, nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten zu wollen. Es folgte Darrochs Rücktritt.

tin/Reuters



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